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Klassenzimmer im Wald und am Bach / Eine Eiche für jedes Kind / Förster Buchholz als Gastlehrer

Schüler wollen wissen: "Wie trinkt ein Baum?"

Exten/Hohenrode (who). "Meine Tochter war ganz begeistert", freut sich eine beeindruckte Mutter, als die Erstklässler der Grundschule Exten erzählen, was sie alles während ihrer Projektwoche gemacht und erlebt haben, nämlich den Lebensraum von Tieren und Pflanzen im Wald bei Hohenrode und auf einer Frühlingswiese kennen gelernt.

veröffentlicht am 25.04.2007 um 00:00 Uhr

Am Ende präsentieren die Schulkinder stolz ihren eigenen Wald: J

Vorbereitet und organisiert haben das Projekt Klassenlehrerin Imke Herrmann-Edling und Referendarin Stefanie Rokahr gemeinsam mit Förster Torsten Buchholz. Gleich am ersten Tag hätten die Kinder gefragt, wo denn hier der Spielplatz im Wald sei: "Inzwischen haben sie den Wald insgesamt als Spielplatz und Lebensraum entdeckt." Das Klassenzimmer unter hohen Bäumen hat Förster Torsten Buchholz in einem Teil seines Reviers beim Dobbelstein zur Verfügung gestellt, das vom Orkan Kyrill im Januar verschont worden ist. Vom Förster als Gastlehrer erfahren die kleinen Entdecker alles über das Leben im Wald. Stefanie Rokahr: "Sie hören zum Beispiel darüber, wie ein Baum trinkt oder warum der Hirsch ein Geweih hat, oder dürfen selber eine Eiche pflanzen und begießen, damit sie anwächst oder sie lernen Baumarten zu unterscheiden." Sieben der insgesamt 23 Kinder die an dem Projekt teilgenommen haben, erzählten freimütig, sie seien noch nie "so richtig" im Wald gewesen. Nur Fin-Ole als aktives Mitglied im Naturschutzbund ist schon ein alter Hase und kann in der Waldbibliothek am Baumstamm seinen Mitschülern viele Tipps geben und erklären, dass der Dachs ein Nachttier ist und sich deshalb fast niemals am Tage sehen lässt. Da Waldtie- re insgesamt scheu sind, stellen sich ihre ausgestopften Vertreter für den Anschauungsunterricht zur Verfügung und lassen sich von den Kindern beschreiben. In großen Buchstaben halten die I-Männchen dabei ihre Eindrücke von ihren Begegnungen mit Baby-Wildschweinen, Fuchs oder Eichhörnchen fest. Am Ende ist für die meisten Waldschüler klar, es hat viel Spaß gemacht hat und sie wollen gerne wiederkommen.

Was gibt es zum Fuchs zu sagen und aufzuschreiben? Stefanie Roka
  • Was gibt es zum Fuchs zu sagen und aufzuschreiben? Stefanie Rokahr (M.) hat schon im Herbst mit den Kindern besprochen, was sie im Wald erwartet. Fotos: who


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