weather-image
Vor Gericht: Berufungsgericht erhöht Strafmaß für Angreifer deutlich

Schüler völlig grundlos attackiert - Haftstrafen für zwei Männer

Rinteln/Bückeburg (maf). Vierzehn Monate nach dem Angriff auf drei 13 bis 15 Jahre alte Schüler müssen zwei arbeitslose Rintelner nun für zehn beziehungsweise zwölf Monate hinter Gitter. So lautete die Entscheidung des Landgerichtes Bückeburg, das die 22 und 30 Jahre alten Männer in einer Berufungsverhandlung wegen gefährlicher Körperverletzung belangte.

veröffentlicht am 16.05.2007 um 00:00 Uhr

Nachdem das Rintelner Amtsgericht in erster Instanz auf je sechs Monate Haft erkannt hatte, erhöhte die Kammer das Strafmaß jetzt deutlich. "Sie haben in diesen Jungs richtig was kaputtgemacht", empörte sich der Vorsitzende Richter Friedrich von Oertzen mit Blick auf die beiden Täter. Er machte unmissverständlich klar, dass der Angriff "aus purer Lust an Gewalt" hart sanktioniert werdenmüsse. Der Fall: Am Abend des 2. März vorigen Jahres befanden sich die drei Schüler auf dem Heimweg vom Feuerwehrsport, als sie in der Nähe eines Supermarktes auf die beiden Angeklagten trafen. Die Arbeitslosen waren mit ihren Fahrrädern unterwegs, riefen den Jugendlichen einige Worte zu und forderten sie schließlich auf, stehen zu bleiben. Auf dem Parkplatz des Geschäfts wurden die Jungen dann völlig grundlos attackiert. Dabei schlug der 22-Jährige einem Schüler mehrfach ins Gesicht. Sein Kumpel nahm sich die beiden anderen vor und verpasste ihnen Ohrfeigen. Daraufhin flüchteten die Opfer in den Laden, wo sie Hilfe erwarteten. Eine vergebliche Hoffnung: Die Täter kamen hinterher, der 30-Jährige drückte einen Jungen gegen ein Warenregal und fasste ihm mit der Hand an die Gurgel. Dabei wollte er seinen Namen wissen und sagte, er selbst habe schon mal im Gefängnis gesessen und einen umgebracht. Die in Angst und Schrecken versetzten Jugendlichen leiden noch heute an den Folgen der Tat. Sie trauen sich kaum noch hinaus und gehen zum Beispiel auch nicht mehr zur Feuerwehr. In der Verhandlung wurden die Schüler von einer Vertreterin der Opferhilfe betreut. Diese ermuntert Opfer von Gewalttaten und Verbrechen ausdrücklich, sich in einem solchen Fall zu melden: (05722) 290264.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt