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Projekt zur Förderung des Selbstwertgefühls

Schüler springen über ihren Schatten

Obernkirchen (sig). Die Jungen und Mädchen der Klasse 8 H2 können in der Tat von sich behaupten, sie seien über ihren Schatten gesprungen. Das war nämlich das ungewöhnliche Ziel einer Klassenfahrt in die Landeshauptstadt. Während des mehrtägigen Aufenthaltes ging es um die Steigerung des Selbstwertgefühls, des Zusammenhalts in der Gruppe und eben um das Springen über den eigenen Schatten.

veröffentlicht am 24.05.2008 um 00:00 Uhr

Jed es Kind hat auch wie jeder Erwachsener bestimmte Grenzen und Vorbehalte, die sich gar nicht oder nur unter sehr erschwerten Bedingungenüberwinden lassen. Was für manche ein Klacks ist, stellt für jemand anderen eine schier unüberwindbare Hürde dar: eine steile freitragende Treppe hochgehen oder vor einer größeren Gruppe frei sprechen. In sich gekehrte Kinder haben einfach größere Hemmungen und Ängste als selbstbewusst auftretende. Das kann im Leben ein erheblicher Nachteil sein. Der Aufenthalt in Hannover diente deshalb dem Zweck, möglichst vielen beim Überwinden dieser Hemmungen zu helfen. Doreen Glaser und Judith Wawreczko von der Organisation "Schattenspringer" hatten für die Jugendlichen aus der Bergstadt ein Programm mit dem Motto "Stadt macht stark" zusammengestellt. Die Mädchen und Jungen sollten gezielt trainieren, sich in einer Großstadt zu orientieren, mit unbekannten Menschen zu kommunizieren und sich sicher fortzubewegen. Am ersten Tag erhielt die Klasse eine Sofortbildkamera und den Auftrag, Fotos von einem Bauwerk, von einem Hund sowie von den Schülern zu machen. Dazu gehörte es auch, Fußgänger anzusprechen, sie nach dem Weg zu fragen und um ein Foto zu bitten. Als Highlight entpuppte sich die Aufgabe, eine als "Mister X" benannte Gruppe im Stadtbahnnetz zu suchen und einzufangen. Die Verfolger wurden mit dem Netzplan der Stadtbahn, mitGruppentickets und Handys ausgestattet und zeitversetzt vom Kröpcke aus losgeschickt. Das für Ortsfremde nicht ganz einfache Vorhaben gelang. Das Auswertungsgespräch zeigte, dass die Jugendlichen bei dieser Aufgabe neue Erfahrungen gesammelt und mehr Sicherheit gewonnen haben.



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