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Heilmann will Gesamtschule in Rodenberg

"Schüler nicht von A nach B karren"

Samtgemeinde Rodenberg (bab). Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann würde es begrüßen, wenn die Stadtschule in Rodenberg in eine Gesamtschule verwandelt wird, um wohnortnahen Unterricht anzubieten. Außerdem hält er eine generelle Beitragsfreiheit für Kindergärten für wünschenswert. Bei einem Besuch des Landtagsabgeordneten HeinerBartling (SPD) zeigte sich, dass beide in diesen Vorstellungen übereinstimmen.

veröffentlicht am 20.02.2009 um 16:06 Uhr

"Das Errichtungsverbot für Gesamtschulen muss weg", fordert Bartling, der während der Sommerpause Zeit für eine Stippvisite im Rathaus Rodenberg fand. "Schule sollte da stattfinden, wo die Kinder auch wohnen", meint der ehemalige Innenminister und spricht Rodenbergs Samtgemeindebürgermeister damit aus dem Herzen. "Ein Drittel der Schüler, die zur IGS in Stadthagen gehen, kommen aus dem Raum Nenndorf und Rodenberg", veranschaulicht Heilmann die Situation. Ganz davon abgesehen, dass es viele Interessenten gebe, die dort nicht aufgenommen werden können. Aus dieser Region würden deshalb etliche Schüler in die Region Hannover ausweichen und in Barsinghausen oder Ronnenberg auf die Gesamtschulen gehen. "Es macht deswegen Sinn, die Stadtschule Rodenberg aufzuwerten." Die Qualität müsse sich schon deshalb verbessern, weil die Hauptschule langsam ausblute und alleine nicht bestandsfähig sei, meint Bartling. "Die Tendenz sieht so aus, dass 60 Prozent der Grundschulabgänger auf das Gymnasium gehen", sagt Heilmann, "Verlierer sind die Hauptschulen." Deshalb sei der Bedarfan anderen Schulstrukturen ganz klar gegeben. "Und wir müssen die Kinder nicht von A nach B karren und gingen damit besser mit Steuergeldern um", nennt der Samtgemeindebürgermeister einen weiteren Vorteil, den er in der wohnortnahen Unterrichtsversorgung sieht.

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