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Vor Gericht: Bewährungsstrafe - "er ist auf einem guten Weg"

Schüler handelt mit Ecstasy-Pillen

Rinteln (maf). In einem Drogenprozess um den Verkauf von 1100 Ecstasy-Tabletten ist ein 20 Jahre alter Schüler zu einer Jugendstrafe von acht Monaten auf Bewährung verurteilt worden.

veröffentlicht am 24.10.2007 um 00:00 Uhr

Das Jugendschöffengericht unter Vorsitz von Richter Christian Rost erkannte auf gewerbsmäßigen Handel mit diesen Pillen in acht Fällen. Darüber hinaus hatte der junge Mann einen Bekannten zum Diebstahl von zwei Eimern Wandfarbe angestiftet und drei Hehlereien begangen. Dabei hatte er ein zuvor gestohlenes Markenparfüm für 15 Euro angekauft und zwei entwendete Feuerzeuge gegen Drogen eingetauscht. Im Herbst 2005 hielt sich der Angeklagte in der Rintelner Drogenszene auf, konsumierte selbst reichlich Betäubungsmittel und handelte schließlich damit. Innerhalb von knapp drei Monaten kaufte er fünf Mal 100 und drei Mal 200 Ecstasy-Tabletten zum Stückpreis von zwei Euro von einem Mann in Nordrhein-Westfalen. Anschließend veräußerte er die Pillen für je drei Euro an eine Vielzahl von Personen in seinem Umfeld. Als der damals 18-Jährige über Weihnachten verreiste, richtete er sogar eine Vertretung ein, die für ihn den Verkauf übernahm. Inzwischen hat der von Rechtsanwalt Jan-Markus Dehne verteidigte Mann den Absprung aus der Drogenszene geschafft und ist in eine andere Stadt umgezogen. Er hat seine Ausbildung abgeschlossen und an der Aufklärung von Straftaten mitgewirkt. Durch seine Aussage konnte der Täter überführt werden, der im November 2005 die Tankstelle in Krankenhagen überfallen hatte. "Ich glaube, er ist auf einem guten Weg", bilanzierte Staatsanwalt Klaus-Jochen Schmidt.

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