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Treffen: Vor 61 Jahren in Heeßen eingeschult

Schüler haben die Chance zum Neubeginn genutzt

Heeßen (sig). Es gibt inzwischen auch in Kirchengemeinden Seniorengruppen, die sich "60 plus" nennen. Diese Bezeichnung kann auch eine Schulklasse für sich in Anspruch nehmen, die sich in Heeßen traf, diesmal genau 61 Jahre nach dem Start als Abc-Schützen. Ihr gehörte Dr. Ulrich Pfingsten an, wohlbekannter Spross jener Familie, die in Bad Eilsen die "Sparlade" gründete.

veröffentlicht am 29.05.2008 um 00:00 Uhr

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Zu jener Zeit gab es in Heeßen eine Volksschule mit acht Klassen. Die "Ehemaligen" können sich daran erinnern, dass sie zuerst die ehemalige Schule unweit der Auebrücke besuchten und am Anfang eine hoffnungslos überfüllte Klasse mit rund 60 Kindern waren. Damals hatten viele Familien aus Schlesien und aus dem Sudetengauim Schaumburger Land ihre neue Heimat gefunden. Das ließ die Klassenstärken deutlich anschwellen. Natürlich hat sich seitdem Grundlegendes geändert. Das alte Schulgebäude an der Schulstraße erhielt 1960 einen Anbau und wurde zur Mittelpunktschule umfunktioniert. Aus jener Zeit stammt noch die Lehrküche, die jetzt ein neues Gesicht erhalten wird. Heute ist aus der früheren Mittelpunkt- und späteren Hauptschule eine Grundschule geworden, die längst nicht mehr so unangemessen große Klassenstärken hat. Gern erfüllte Konrektorin Astrid Härms den Nachkriegsschülern den Wunsch, zuerst ihren Klassenraum aufzusuchen, der renoviert wurde, als sie sich das letzte Mal trafen. Bei der Führung gab es viel Neues zu sehen, wie zum Beispiel den Computerraum und das mit Instrumenten ausgestattete Musikzimmer. "Wir sind die erste Generation der neuen Alten", sagte Pfingsten beim Treffen. Und ergänzte: "Krieg und Diktatur waren vorbei; wir hatten die Chance, Neues zu gestalten." Leider musste er aber bekennen, dass die Reihen lichter geworden sind. Eine Klassenkameradin ist in Kanada gestorben, ein Mitschüler fand bei einem Flugzeugabsturz den Tod. Ein anderer war schon früh in der Aue ertrunken.Auch Manfred Möhlmann ist nicht mehr dabei. Am Treffen teilgenommen haben der Heeßer Ratsherr Gerd Möhlmann, das Buchholzer Ehrenratsmitglied Willi Simon, der Buchholzer Ehrenortsbrandmeister Rolf Miede und Hanna Hasse. "Es gibt gute Gründe, bis zum nächsten Treffen nicht so lange zu warten", bekannte Pfingsten. Deshalb lud er seine früheren Mitschüler für das Jahr 2010 in die Lutherstadt Wittenberg ein, wo er inzwischen seinen Lebensmittelpunkt hat.



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