weather-image
22°
Erster gemeinsamer Aktionstag von Schulzentrum und evangelischer Kirchengemeinde im Stift

Schüler entdecken Kirche auf eine neue Weise

Obernkirchen (sig). Zwischen dem Schulzentrum "Am Ochsenbruch" und der evangelischen Kirchengemeinde gibt es - nicht nur räumlich gesehen - eine begrüßenswerte Nähe. Das Zusammenwirken zwischen beiden Seiten ist vorbildlich. Darin eingebunden sind neben den Seelsorgern die Religionslehrer und die Sozialarbeiterin Julia Wiersig. Diese Kooperation erlebte jetzt ihren Höhepunkt durch den Aktionstag "Kirche/Schule".

veröffentlicht am 17.05.2007 um 00:00 Uhr

Eine Sitzpause im Nonnenchor mit Pastorin Heike Köhler. Die Kirc

Zum Auftakt wurden rund 100 Schulkinder aus den fünften Klassen und einer sechsten Klasse zusätzlich in der Stiftskirche von Pastor Herbert Schwiegk begrüßt. Mit dabei waren Rektor Wolfgang Fließ und etliche andere Lehrkräfte. Die Kirchenband St. Marys hatte als passenden musikalischen Willkommensgruß das Lied "Aufstehen, aufeinander zugehen" ausgewählt. Als Gesangssolistin wirkte dabei Friederike Hobein mit. Schwiegk wies darauf hin, dass es insgesamt sechs verschiedene Workshops gibt. Zum Abschluss war ein weiteres Treffen in der Stiftskirche vorgesehen. Jedes Kind durfte drei verschiedenfarbige Lose ziehen. Auf diese Weise konnte die annähernd gleichstarke Besetzung der Workshops sichergestellt werden. Nach jedem Durchgang gab es eine Erfrischungspause. Kirchenvorstandsmitglied Marion Hobein leitete die "Entdeckungsreise in der Stiftskirche", die durch ihre Informationen sehr lebendig ausfiel. Pastorin Heike Köhler aus Krainhagen erklomm mit ihren Gruppen den Nonnenchor und den Glockenturm. Die Schüler erfuhren auf diese Weise, dass zwei Bronzeglocken 1942 abgenommen und für den Krieg eingeschmolzen wurden. Nach Kriegsende sind sie durch stählerne Glocken ersetzt worden, danach durch einen Bronzeguss. Schwiegk nannte den von ihm geleiteten Workshop "Comic im Mittelalter". Dabei ging es um die Darstellungen auf dem Hochaltar, die sich mit den bedeutsamsten Szenen aus dem Leben Christi befassen. Anfang des 16. Jahrhunderts sind diese Reliefs aus Holz geschnitzt worden. Kreisjugendwartin und Diakonin Martina Brose informierte währenddessen über die vielfältigen Angebote der evangelischen Kirche für die Jugend bis hin zu Fahrten und Freizeiten. "Was Flottes im Hause Gottes" nannte Pastor Wilhelm Meinberg seinen Workshop. Dabei ging es im großen Saal des Gemeindezentrums "Rote Schule" um Singen und Musik zum Lobe Gottes - mit neuen modernen Rhythmen. Schließlich konnten die Schüler und Schülerinnen auch ihre handwerklichen Fähigkeiten prüfen. Dafür war im Obergeschoss neben der ökumenischen Bücherei ein Specksteinkurs eingerichtet worden. Rita Weber regte sie dazu an, einen Fisch zu gestalten, der auch das Symbol des nächsten Evangelischen Kirchentages in Köln sein wird. Fazit: Dieser erste Aktionstag ist ausgezeichnet vorbereitet und präzise ausgerichtet worden. Dass Schulkinder Kirche auf diese Weise erleben, mit mehr Hintergrund, als es ein Gottesdienst zu vermitteln vermag, dürfte seine Wirkung nicht verfehlen.

0000449579-12-gross.jpg


Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare