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Spanier, Türken und Deutsche beteiligen sich an EU-Projekt / Empfang im Bückeburger Rathaus

Schüler aus drei Ländern auf Europa-Kurs

Bückeburg (bus). Mit einem offiziellen Empfang hat die Stadt jetzt das Engagement von Schülern und Pädagogen aus Spanien, der Türkei und Deutschland gewürdigt. An der Zeremonie im Historischen Saal des Rathauses nahmen Vertreter von Schulen aus Piedra Buena (Zentralspanien) und Isparta (nördliche von Antalya) teil. Den bundesdeutschen Part übernahm das Gymnasium Adolfinum.

veröffentlicht am 26.03.2007 um 00:00 Uhr

Gruppenfoto mit Bürgermeister: "Mayor" Schwarze (oben links, mit

Bei dem von der EU geförderten so genannten Comenius-Projekt geht es zum einen darum, die Zusammenarbeit europäischer Schulen zu fördern. "Zum anderen sollen die häufig abstrakt formulierten europäischen Werte praktisch erfahrbar gemacht werden", erläutern Maria Robben-Jones und Martin Köster, die das Vorhaben amAdolfinum federführend betreuen. Dabei erfuhren die sieben spanischen und zehn türkischen Schüler - am Gymnasium beteiligen sich 27 Zehntklässler - vor allen Dingen Wissenswertes über Vergangenheit und Gegenwart der ehemaligen Residenzstadt. Horst Schwarze schilderte die Verdienste der Herren Faust und Külz, machte auf Bückeburgs Sehenswürdigkeiten aufmerksam und schilderte die kulturelle Vielfalt der Stadt. Darüber hinaus erinnerte der stellvertretende Bürgermeister an Graf Wilhelm, dessen militärisches Geschick selbst in Portugal gerühmt worden sei. Was als Reminiszenz an schaumburg-lippisch-iberischen Gemeinsamkeiten gedacht war, ging allerdings ein klein wenig nach hinten los - Wilhelm sprang den Portugiesen 1762 zur Seite nachdem sie im Jahr zuvor von den Großmächten Frankreich und Spanien angegriffen worden waren. Das bald 250 Jahre zurückliegende Geschehen konnte den gemeinsam scherzenden Europäern von heute die gute Laune nicht verderben. Die jungen Leute begaben sich nach anfänglicher Zurückhaltung ohnehin recht schnell auf Erkundungstour. Wobei speziell das gediegene Ambiente des altehrwürdigen Saals seine Eignung als Hintergrund "historischer" Schnappschüsse unter Beweis stellte. Weitere außergewöhnliche Fotomotive wurden den Gästen während ihres einwöchigen Aufenthalts im Schloss und im Hubschraubermuseum sowie bei Fahrten nach Hannover und Berlin geboten.

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