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Opulentes Herbstkonzert mit nicht alltäglichem Programm und jungem Meister am Klavier

Schubert und Schumann als Symphoniker

Rinteln (ur). Nachdem Kreiskantor Wolfgang Westphal und Vorsitzende Petra Rabbe Hartinger vom Förderkreis die Projekte ihrer kirchenmusikalischen Arbeit an St. Nikolai bislang überwiegend mit Unterstützung der Volksbank realisiert haben, setzen sie für das nächste Konzert mit den Göttinger Symphonikern am 5. Oktober auf die großzügige Unterstützung der Sparkasse - für die Sparkassen-Banker Dirk Ackmann und Werner Nickel kein Problem. "Als Schaumburger Geldinstitute haben wir ähnliche Geschäftsmodelle und engagieren uns beide für die Kultur in der Region."

veröffentlicht am 19.09.2008 um 00:00 Uhr

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Der Vorverkauf für das musikalische Herbstereignis bei der Schaumburger Zeitung und der Sparkasse in der Klosterstraße hat bereits begonnen. Ausdrücklich weist Westphal daraufhin, dass es neben den nummerierten Tickets zu Preisen bis zu 20 Euro bereits Karten für 5 Euro gibt: "Zwar mit eingeschränkter Sicht, aber doch mit sehr guten Hörbedingungen." Und das Hören dürfte wirklich lohnen, denn neben dem bewährten Orchester konnte Westphal mit dem erst 19-jährigen Koreaner Joo Hyeon Park einen Klaviersolisten verpflichten, der ihm von Prof. Karl-Heinz Kämmerling mit den Worten ans Herz gelegt wurde: "Das wird bestimmt mal ein ganz Großer!" Und Kämmerling muss es wissen, ist er doch nicht nur an der Musikhochschule und für die IMAS-Veranstaltungen in Bückeburg zuständig, sondern kennt die junge Pianistenelite dieser Welt aus seinen internationalen Meisterkursen. Das Programm gibt Gelegenheit zum vergleichenden Erleben des symphonischen Werks von zwei bedeutenden Komponisten, die dem Publikum beide auch als große Meister des Kunstliedes bekannt sind. Von Robert Schumann erklingt das A-Moll-Konzertfür Klavier und Orchester, das Westphal besonders am Herzen liegt: "Dadurch habe ich als Schüler den Zugang zur großen Musik gefunden, aber ich habe das Werk noch nie dirigiert". Von Franz Schubert erklingt die 9. Symphonie, auch als "Die Große" bezeichnet. Sie galt lange als verschollen, wurde zu Lebzeiten des schon mit 31 Jahren verstorbenen Künstlers nie aufgeführt, war aber von Schubert im Gegensatz zur 8., der "Unvollendeten", bis zur letzten Note zu Ende geführt. Und "weil man Musik mit noch so vielen Worten nie auch nur annähernd beschreiben kann", will Westphal neugierig auf dieses Konzert machen mit einer Einführung am 24. September um 20 Uhr bei freiem Eintritt in der Kundenhalle der Sparkasse. Dort wird er mit Hifi-Anlage und Live-Beispielen am kleinen Flügel die Struktur der Werke schon einmal vorstellen. Apropos Flügel: in schaumburgisch-partnerschaftlicher Verbundenheit hat der Kulturverein Bückeburg für das Rintelner Konzert seinen hochwertigen Steinway zur Verfügung gestellt: eine freundschaftliche Geste "über den Berg hinaus".

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