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Reparaturzug schleift Gleise ab / Letzte Arbeiten an der Strecke bis Hameln

Schreck in der Abendstunde: Lärm und Funkenregen entlang der Bahn

Rinteln (wm). Es war ein spektakulärer Anblick, als in der Mittwochnacht gegen 21.30 Uhr ein Schleifzug der Bahn zwischen dem Bahnübergang an der Mindener Straße und Stoevesandtstraße sich Meter für Meter über die Gleise schob. Der Funkenregen und infernalischer Lärm ließen Passanten stehen bleiben, irritierten Autofahrer.

veröffentlicht am 19.10.2007 um 00:00 Uhr

Das "Funken sprühende Monstrum" - so nächtliche Passanten - hier

Es waren im Bereich der Kernstadt die letzten Arbeiten an den Gleisen von Hameln bis Veltheim, die im Juli dieses Jahres begonnen haben. Ein 500 Meter langer Gleisbauzug hatte im Juli eine Woche lang rund um die Uhr die alten Gleise und Schwellen ausgebaut und durch neue ersetzt. Wie Uwe Wolff, Mitarbeiter der Presseabteilung der Deutschen Bahn in Hannover erläuterte, sind neue Schienen, die aus dem Walzwerk kommen, von einer "Walzhaut" umgeben. Die sei jetzt nach Abschluss der Gleisarbeiten abgeschliffen worden. Der Schleifzug erledigt rund 500 Meter in der Stunden, die Schleifabfälle werden sofort abgesaugt und mit abtransportiert. An Bord des Reparaturzuges, betonte Wolff, befänden sich auch Löscheinrichtungen, denn bei dem unvermeidlichen Funkenflug könne sich bei extrem trockenen Wetter die Vegetation am Bahnkörper entzünden. Derzeit gebe es da aber keine Probleme. Der Zug war gestern von Rinteln bis Hessisch Oldendorf unterwegs und soll in den nächsten zwei Nächten weiter bis Hameln vorrücken. In Rinteln waren die Bahnübergänge während der Gleisarbeiten gesperrt - was nach Beobachtungen von Anwohnern Autofahrer nicht hinderte, trotzdem über die Gleise zu fahren. Unfälle, so meldete die Polizei, habe es nicht gegeben.

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