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Bahn AG will denÜbergang am Bahnhof aufheben

Schranken bleiben zu, nur wann, ist noch offen

Bückeburg (rc). Der Bahnübergang gleich hinter dem Bahnhof wird definitiv geschlossen. Das hat die Bahn jetzt in einem Schreiben an die Stadt mitgeteilt. Zeitgleich ging von einer anderen Stelle der Bahn die Mitteilung ein, dass beabsichtigt ist, auch das Schalltor, das unter der Bahn hindurch in die Kornmasch führt, zuerneuern. Zeitpunkte wurden nicht genannt. Reichlich Beratungsbedarf also im Bau- und Umweltausschuss, denn damit können wieder Pläne aus der Schublade geholt werden, die bereits 1983 das erste Mal heftig diskutiert wurden.

veröffentlicht am 09.06.2007 um 00:00 Uhr

Denn schon damals hatte die Bahn angekündigt, den Bahnübergang schließen zu wollen. Erste Anhörungsverfahren bei der damals noch existierenden Bezirksregierung Hannover wurden eingeleitet. Sie mündeten 1991 in der Ausarbeitung von Plänen für ein Planfeststellungsverfahren - das bis heute nicht eingeleitet wurde. Auf die Pläne wurde aber am Donnerstagabend zurückgegriffen und erneut heftig debattiert. Vor allem, was an Kosten auf die Stadt zukommen könnte, wurde von mehreren Seiten gefragt. "Egal was passiert, es wird das Stadtsäckel im deutlich sechsstelligen Bereich belasten", orakelte der Ausschussvorsitzende Bernd Insinger (SPD). Konkretere Zahlen könnten aber erst genannt werden, wenn die Stadt im Abstimmungsverfahren mit der Bahn AG ihre Vorstellungen präsentiert, so Baubereichsleiter Karlheinz Soppe. Ende des Jahres sei mit entsprechenden Zahlen zu rechnen. Der Ausschuss gab der Verwaltung einen drei Punkte umfassenden Katalog mit, der besagt, auf welche Elemente die Stadt bei Schließung und Schalltor-Sanierung nicht verzichten will. Schließung des Bahnübergangs: Weil sie nicht verhindert werden kann, soll die Stadt darauf dringen, dass Fußgänger, Radfahrer und Rollstuhlfahrer nach wie vor auf die andere Seite kommen. Ob das durch eine Über- oder Unterführung an gleicher Stelle erfolgen soll, oder aber über die Fußgängerbrücke an der Widdserburg wurde im Ausschuss offen gelassen. Schalltor Kornmasch: Hier erklärt sich die Stadt mit der Erneuerung einverstanden. Da es sich um eine reine Erhaltungsmaßnahme handelt, will die Bahn AG die Breite und Höhe unverändert lassen, die enge, unbefriedigende Verkehrsführung also nicht ändern. Der Vorteil für die Stadt, wenn sie den Planungen der Bahn folgt: Eskostet sie nichts. Ob das so bleibt, wenn im Ausschuss geäußerte Wünsche umgesetzt werden, die Durchfahrtshöhe auf drei Meter zu erhöhen, ist fraglich. Bisher können Lkw und hohe landwirtschaftliche Fahrzeuge das Tor nicht passieren. Die Müllabfuhr der Kornmasch beispielsweise erfolgt über Petzen. Ersatzstraße: Um den Autoverkehr nicht abzuhängen, soll nach den Vorstellungen der Stadt zwischen dem Ende des Jagdwegs auf Scheier Seite, also dem Bahnübergang, bis hinunter zum Schalltor eine Ersatzstraße konzipiert werden, ebenfalls schon Gegenstand der Pläne von 1991. Für das Gesamtpaket waren 1991 Gesamtkosten von 8,23 Millionen Mark ermittelt worden. Da allein die damals noch geforderte Erweiterung des Schalltors mit 5,2 Millionen Mark zu Buche geschlagen hätte, verzichtete der Verwaltungsausschuss seinerzeit auf diesen Posten.



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