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Spänelager einer Tischlerei in Flammen / Sirenenalarm - Feuerwehr Fischbeck löscht zehn Stunden

Schon wieder Brandstiftung im Stiftsdorf

Fischbeck (ube). Schon wieder hat es in Fischbeck gebrannt. Zum dritten Mal in diesem Jahr. Gestern früh um 6.44 Uhr wurde das Feuer an der Zentralstraße von einer Autofahrerin entdeckt und gemeldet. Erneut gehen die Ermittler des Zentralen Kriminaldienstes in Hameln von der Annahme aus, dass der Brand durch fahrlässige oder vorsätzliche Brandstiftung entstanden ist. Fakt ist: "Ein technischer Defekt scheidet als Ursache aus", sagte Polizeioberkommissar Jörn Schedlitzki.

veröffentlicht am 16.02.2007 um 00:00 Uhr

"Wasser marsch!" Freiwillige bekämpfen das Feuer auf dem ehemali

Treibt im Ort ein Feuerteufel sein Unwesen? Schedlitzki möchte nicht spekulieren: "Wir prüfen das, haben aber noch keine Hinweise darauf, dass ein und dieselbe Person die Brände gelegt hat." Die Frau, die am Morgen die Einsatzleitstelle der Kreisfeuerwehr in Hameln verständigte, wusste nicht, wo genau der Rauch aufstieg. Sie glaubte zunächst, die am 6. Februar völlig niedergebrannte Scheune auf dem Hof von Landwirt Bartling an der Dammstraße habe sich wieder entzündet. Disponent Thomas Fargel löste über Funk die Pieper der Stützpunktfeuerwehr aus. Die Meldung hieß: "Unklare Feuermeldung!" Die Besatzung des Fischbecker Tanklöschfahrzeugs, die sieben Minuten nach ihrer Alarmierung den Brandort auf einem ehemaligen landwirtschaftlichen Anwesen - ganz in der Nähe des Bauernhofes Bartling fand - forderte Verstärkung an. "Aus dem Anbau einer Tischlerei, die sich in einer Scheune befindet, schlugen bereits meterhohe Flammen", sagte Fischbecks stellvertretender Ortsbrandmeister Dietmar Jozefiak. Das Feuer hatte bereits die Dachbalken der Backstein-Scheune entzündet. Nun löste Disponent Thomas Ebeling Alarmstufe 2 aus - Folge: In Höfingen, Bensen und Weibeck riefen die Sirenen alle Freiwilligen zu ihren Löschfahrzeugen. Auch die Feuerwehr Pötzen eilte den Fischbeckern zur Hilfe. Als Stadtbrandmeister Heinrich Wieneke und sein Stellvertreter Hans-Jürgen Hoffmannden Einsatzort erreicht hatten, ließen sie zusätzlich die Schwerpunktfeuerwehr Hessisch Oldendorf über Sirenen alarmieren. Mit vereinten Kräften gelang es den Frauen und Männern, ein Großfeuer zu verhindern. "Wäre dieser Brand zu nachtschlafender Zeit ausgebrochen, hätte es böse ausgehen können", meinte Abschnittsleiter Frank Wöbbecke. Bis 17 Uhr hatten die Helfer aus Fischbeck noch alle Hände voll zu tun - sie mussten Glutnester in einer Zwischendecke bekämpfen. Die Polizeiinspektion (Telefon 05151/933-131) sucht Zeugen, die in der zweiten Nachthälfte verdächtige Beobachtungen gemacht haben. "Das Feuer im Spänelager der Tischlerei kann bereits Stunden vor seiner Entdeckung vor sich hingeschwelt haben", meinte Schedlitzki. Heute wollen Ermittler des 1. Kommissariats in Fischbeck ausschwärmen und Nachbarn befragen.

Qualm wabert aus der Scheune. Glutnester wurden mit der Wärmebil
  • Qualm wabert aus der Scheune. Glutnester wurden mit der Wärmebildkamera gesucht.


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