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In Rinteln: Bauernmarkt zum Felgenfest

Schon die Helme zeigten die "Profis"

Rinteln (wm). Die Kombination "Bauernmarkt" (auf dem Marktplatz) und "Felgenfest" (zwischen Bodenwerder und Rinteln) bescherte der Weserstadt am Sonntag einen wahren Ansturm von Radlern -überraschend viele haben sogar die komplette 55-Kilometer-Tour hinter sich gebracht. Rund um den Markplatz wurde auf jeder freien Fläche Räder, so dass die Befürchtung mancher Gäste "hoffentlich finde ich in dem Gewühl auch mein Rad wieder" nicht ganz unbegründet war.

veröffentlicht am 04.06.2007 um 00:00 Uhr

Heinrich Wassing (75) brennt dem künftigen Holzschuhbesitzer sei

Die Polizei meldete keine besonderen Vorfälle - Autofahrer, die auf kurzen Strecken die Fahrradzone mit eingeschaltetem Blinklicht passierten, hätten sich diszipliniert verhalten. In der Sanitätsstation in Hohenrode mussten nur Schürfwunden verarztet und eine Zecke entfernt werden. Weil viele Rintelner sich mit einer "kleinen Weserrunde" begnügten - das heißt über die Fähre in Großenwieden und dann auf der anderen Weserseite zurück, schlugen etliche Radfahrer vor, doch beim nächsten Mal auch die Kreisstraße zwischen Großenwieden und Ahe für den Verkehr zu sperren, den "eigentlich rechnet an diesem Tag hier niemand mit Autos." Die ersten Radler sind schon am Sonntagmorgen um sieben Uhr gesichtet worden, eine ganze Gruppe auf Rennrädern war in Hohenrode Richtung Bodenwerder unterwegs. Alles "Profis", allein schon durch ihr perfektes Outfit vom Fahrradhelm über Funktionsbekleidung bis zu den berühmten "Klick-"Schuhen von den "Amateuren" auf der Strecke zu unterscheiden. Stadtbrandmeister Helmut Meier hatte kurz vor neun Uhr dann persönlich kontrolliert, ob auch alle Straßensperren bis Großenwieden von den dafür eingeteilten Feuerwehrleuten besetzt waren. Mit dem letzten Glockenschlag zehn Uhr morgens schickte Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz die Radler vom Marktplatz aus auf die Strecke, nicht ohne zuvor den Wetterbericht kundgetan zu haben: 20 Grad, bewölkt, eigentlich ideales Radfahrwetter. Es folgten noch ein paar Sätze über Rinteln als radfahrfreundliche Stadt, dann schwang sich das Stadtoberhaupt in den Sattel, im Schlepp weitere Prominenz, dazu polizeilichen Schutz. Rintelns Kommissariatsleiter Gerhard Bogorinsky war ohnehin im Training, er ist gerade von einer 300-Kilometer-Radtour durch den Norden Deutschland zurückgekommen und gab gleich die Devise aus: "Doping-Kontrolle ist am Knickkrug". Wer nicht in die Pedale stieg, schlenderteüber den Bauernmarkt und durfte sich schon so früh am Morgen über ein großes Angebot freuen von frischem Obst bis zu Bergkäse, Kuchen wie Kaffee. Auch die ersten Würste wurden schon auf den Grill gelegt. Umlagert war der Stand von Deutschlands ältesten Holzschuhmachermeister Heinrich Wassing(75). Der war von der holländischen Grenze angereist, um die gesundheitlichen Aspekte des Holzschuhs - aus Pappelholz - zu preisen: "Holzschuhe sind wie eine Klimaanlage an den Füßen und Fußgymnastik macht man nebenbei - 15 Euro fürs Paar außerdem ein Spottpreis."

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  • Hier stellt sich für viele Radler nur ein Problem: "Wie findet man in dem Gewühl das eigene Fahrrad wieder?" Fotos: tol/wm
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