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200 Patienten klagenüber Lärm durch Raser / Gemeinde will Kreisel / Kommission soll entscheiden

Schon bald "Tempo 40" vor der Rehaklinik?

Bad Eilsen (tw). Hilferuf des Rehazentrums der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Braunschweig-Hannover an die Politik: Weil auf der L 451/Bückeburger Straße vor Brunnen- und Quellenhof "gerast" wird, kommen Patienten um ihren Schlaf. Abhilfe soll - zunächst - das Ausweisen einer Tempo 40-Zone schaffen; die Regelung soll zwischen 18 Uhr abends und 7 Uhr morgens gelten und durch mobile "Blitzer" überwacht werden. Langfristig möchtedie DRV einen Kreisel am Kreuzungspunkt Obernkirchener Straße angelegt wissen. Die Gemeinde schließt sich beiden Forderungen an.

veröffentlicht am 18.08.2006 um 00:00 Uhr

Suchen vor dem Brunnenhof nach einer Lösung fürs Verkehrsproblem

Jetzt soll sich die "Verkehrssicherheits-Kommission" um die Frage Tempo-Limit kümmern. Über die Lärm-Problematik informierte DRV-Verwaltungschefin Elke Unland gestern MdL Dr. Joachim Runkel, Bürgermeister Horst Rinne und Bernd Schönemann, Chef des Eilser Ordnungsamts, während eines Gesprächs am "Juckepunkt". Unland: "Vom Autolärm belästigt fühlen sich vor allem die 127 Patienten des Brunnen- und die 67 Patienten des Quellenhofs - vor allem jene, deren Fenster zur Straße hin liegen." Die Belästigung trete vor allem in den Abendstunden auf, verschärfe sich an den Wochenenden mit Masse durch jugendliche Discobesuchernochmals. "Hinzu kommen Lkw aus dem Bereich Obernkirchen, die die Straße auf dem Weg zur Autobahn befahren", so Rinne. Schönemann wiederum weiß von "Maut-Flüchtlingen". Laut Rinne hatte die Gemeinde bereits vor "vielen, vielen Jahren" einen Versuch gestartet, den Kreuzungspunkt Obernkirchener Straße mit einem Kreisel versehen zu lassen. "Damals", so der Bürgermeister, "hieß es, dass dessen Radius für diese Stelle zu groß sei". Doch die Zeiten haben sich geändert. Heute werden Kreisel in der Regel mit nur einem Fahrstreifen gebaut - "und dafür könnte der Platz reichen", meint Rinne. Allerdings: Runkel, mit dem Problem erstmals konfrontiert, dämpft die Erwartungen der drei Bad Eilser auf den baldigen Bau eines Kreisels, der das Tempo der Autos drosseln und deren Lärm reduzieren soll: "Eine Grundsanierung der L 451, in deren Zuge ein Kreisel denkbar wäre, ist erst in den ,nächsten Jahren' geplant." Soll heißen: Mindestens drei, vier oder fünf Jahre würden bis dahin noch ins Land gehen. Der Abgeordnete: "Was ich angesichts leerer Landeskassen erreichen kann, ist allenfalls, dass Ausbesserungsarbeiten am Asphalt im Bereich der Klinik vorgezogen werden." Das wäre zwecks Lärmminderung laut Unland auch hilfreich - wenn die Straßendecke dort beschädigt wäre; aber das ist sie nicht. Eine andere Möglichkeit, kostengünstig zu einem Absenken des Lärmpegels zu kommen, bringen Rinne und Schönemann ins Gespräch: nämlich die L 451 im Bereich Brunnen- und Quellenhof zwischen 18 Uhr abends und 7 Uhr morgens zur Tempo 40-Zone zu machen. Runkel indes verhehlt nicht, dass auch dieses Begehren bei einer Landesstraße wie der L 451 nur schwer durchzusetzen ist: "Es sei denn, sie haben dafür gute Gründe." Ein solcher Grund könnte nach Dafürhalten des Abgeordneten die Sicherheit der Reha-Patienten sein, die die viel befahrene Straße queren ... Beschluss am Ende: Schönemann soll die Tempo-40 Frage in seiner Eigenschaft als Leiter des Ordnungsamts und im Auftrag der Gemeinde an die Verkehrssicherheits-Kommission herantragen; dort sitzen Landkreis, Polizei, Straßenbauamt Hameln, Straßenmeisterei Rinteln und die betroffenen Gemeinden an einem Tisch.

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