weather-image
Neue Räume: Frühförderung der Stadthäger "Lebenshilfe" kann sich endlich richtig entfalten

"Schönes neues Stück soziale Infrastruktur"

Stadthagen (jl). Die Betreuung von kleinen Kindern mit Entwicklungs- , Verhaltensproblemen und Behinderungen steht für Stadthagen und Umland gewissermaßen auf ganz neuen Beinen. Die Frühförderung der Lebenshilfe hat jetzt ihre neuen Räume am Ostring präsentiert, wo sie nach Meinung von ihrer Leiterin Rita Loewa endlich aus dem Vollem schöpfen kann.

veröffentlicht am 02.07.2008 um 00:00 Uhr

Zur Arbeit der Heilpädagogin Kati Kunoviz gehört das Hantieren m

Manfred Seller, der Geschäftsführer der Lebenshilfe Stadthagen, und Rita Loewa haben in ihren Einweihungsreden eine dynamische Entwicklung skizziert: 1979 habe die Frühförderung als eine der ersten in Niedersachsen mit einer Teilzeitkraft und zwölf zu betreuenden Kindern begonnen. Seitdem habe es jedes Jahr steigende Zahlen gegeben. Jetzt betreuen 23 Mitarbeiterinnen mehr als 310 Kinder. Zwischen diesen Entwicklungspunkten liegen mehrere Umzüge der Frühförderung. Begonnen hatte sie an der jetzigen Adresse am Ostring und vor der Rückkehr dorthin war sie im jetzigen städtischen Familienzentrum an der Bahnhofstraße untergebracht. "Wir haben immer improvisiert", brachte Loewa die Arbeit an den früheren Anschriften im Gespräch mit dieser Zeitung auf den Punkt. Das hat sich gründlich geändert. Bereits seit diesem Januar arbeiten Loewa und Kollegen in einem Neubau am Ostring, dessen Erdgeschoss ausschließlich für die Frühförderung und ihren langjährigen Kooperationspartner, die Physiotherapeutischen Praxis Heike Landgreber, zur Verfügung steht. Darüber hinaus befinden sich in dem 2,4 Millionen Euro teuren Neubau nach Sellers Angaben acht Wohnungen für Menschen mit Behinderungen, die bereits bezogen sind. Konzipiert hat das große Gebäude der Architekt Wolf-Dietrich Stein. Die Frühförderung hat jedenfalls nach Loewa Einschätzung jetzt Räume für alle Anforderungen, vor allem ausreichend Gruppenräume. "Wir haben in die Zukunft investiert", merkte Seller dazu an. Und ausreichende Entfaltungsmöglichkeiten sind für die Arbeit des Teams wichtig. Loewa unterstrich das mit einer Aussage: "Bei uns bekommt jedes Kind ein individuelles Lernziel. Die Arbeit wird traditionell nicht ausschließlich in den Diensträumen erledigt. Nach wie vor steuern Loewas Kolleginnen Elternhäuser direkt an, um dort ihrer Arbeit am Kind nachzugehen. Die Leiterin wurde in ihrer Rede auch grundsätzlich. Sie nannte eine Reihe von Gründen, die für die immer stärkere Inanspruchnahme von professioneller Förderung im frühen Alter führen. So seien motorische Fehlentwicklungen eine Folge von weniger Spielen. Dass Eltern ihren Kindern heute weniger Dinge und Zusammenhänge erklären als frühere Generationen, merken die Frühförderer beispielsweise, wenn sie es mit geistigen Entwicklungsverzögerungen zu tun haben. Die Frühförderung entlässt den allergrößten Teil ihrer Schützlinge in Regeleinrichtungen. Kreisrätin Eva Burdorf würdigte die Einrichtung und das finanzielle Engagement des Landkreises als wichtigen vorbeugenden Ansatz, der teure Einzelfallhilfe vermeide. Der Neubau ist in ihren Augen "ein schönes neues Stück soziale Infrastruktur".



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt