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Viel Aufwand für Auswilderung von Greifvögeln in der Wildtierstation

"Schöneren Lohn gibt es nicht"

Sachsenhagen (rd). Die Mitarbeiter der Wildtier- und Artenschutzstation in Sachsenhagen sind nach einer arbeitsreichen Hochsaison wieder zu "normalen" Arbeitszeiten zurückgekehrt. Stationsleiter Dr. Florian Brandes und Tierpfleger Jürgen Müller nutzen die Zeit, sich intensiv den Pfleglingen zu widmen, die bislang noch nicht ausgewildert werden konnten. Besonders aufwendig ist die Rehabilitation von Greifvögeln.

veröffentlicht am 18.11.2008 um 00:00 Uhr

Baumfalke im Jagdflug. Fotos: Lodzig-Naturfoto

Dies geschieht in der Wildtierstation seit mehreren Jahren auch mithilfe von falknerischen Methoden, da manche Greifvögel auch in großen Volieren ihre Flugmuskulatur nicht ausreichend trainieren können. "Die Kondition eines Greifvogels verhält sich wie die eines Hochleistungssportlers. Muss der Vogel länger als drei Wochen mit einem Verband pausieren, bauen Muskulatur und Kondition stark ab.", erklärt Brandes. Derzeit gehen die Mitarbeiter der Wildtierstation täglich mit einem Baumfalken und einem Wanderfalken in die Feldmark, umsie im Freiflug zu trainieren. Mehr als hundert Stunden Arbeit werden in manche Vögel investiert. Bei seltenen Arten wie Baum- und Wanderfalken zählt jeder Auswilderungserfolg. "Die Trennung von dem Vogel fällt nicht schwer, wenn ich sicher bin, dass der Falke sich in freier Wildbahn wieder behaupten kann. Einen schöneren Lohn gibt es nicht.", sagt Jürgen Müller.



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