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Klavierklasse von Olga Kazakova ehrt Franz Liszt mit lustvollem Konzert

Schöne Leistungen des Nachwuchses

Bückeburg. Körperlich sind etliche von ihnen noch nicht ausgewachsen: Musikalisch hingegen scheint das, was man als "Reife" bezeichnet, fortgeschritten. Das demonstrierten zwölf Schülerinnen und Schüler der Klavierklasse von Olga Kazakova in der Musikschule.

veröffentlicht am 26.09.2007 um 00:00 Uhr

Autor:

Dietlind Beinßen

Im Mittelpunkt stand der Komponist und Virtuose Liszt, dessen knifflige Werke für Interpreten jeglichen Alters nicht mit links zu erarbeiten sind. Doch die Klavierpädagogin aus St. Petersburg hatte ihre Truppe in den vergangenen sechs Monaten für den Auftritt gut präpariert. Insgesamt verband die Crew eines: der lustvolle, aber ernsthafte Umgang mit den verschiedenen Gattungen von Charakterstücken Liszt. Akzentreich führte der "Senior" unter den Kazakova-Eleven, Frederic Holz, Teile aus "Année de pèlerinage", Heft 2, vor. Obwohl wesentlich jünger, waren die Teenager Nina Meier und Katharina Hochhalter, Robert Schippa und der kleinere Simon Tielmann in Nr, 1, 2,3 und 4 aus "Consolations" hörenswerte Lisztdeuter, Nina auch im vokalen Bereich. Von pianistischer Sanglichkeit konnte man reden, als Leo Menzemer sich am Flügel für die "Romance" einsetzte und von stimmlicher in Leonie Disselkamps Solo über die "Schlüsselblume". Wie Philipp Wischhöffer mit Formsinn das "Liebeslied" (Widmung) von Schumann- Liszt gestaltete und Arthur Krikus das schwierige "Héroide-Élégiaque" (Nr. 5) aus den "Ungarischen Rhapsodien" rasch und in zielgerichteter Vehemenz offerierte, stieß auf Lob im Parkett. Zwischendurch gab es Gesang von Simon Wohlfahrt, dann kam Pianist Moritz Disselkamp an die Reihe und gefiel durch Charisma und Unmittelbarkeit, mit denen der Tastenfreak den "Gnomenreigen" zu neuem Leben erweckte. Dass auch ihre Finger beachtliche Dienste leisten und ihr stilistisches Sensorium gut geschult ist, hatte vorher schon Leonie Disselkamp an "La Gita in Gondola" und "Lorelei" demonstriert. Besonders aufhorchen ließ zum Abschluss Miriam Tielmann, die ausgesprochen akzentreich dem Wechselspiel der Gefühle der Nummer eins aus "4 Valses oubliées" nachspürte.



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