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Umbau des "Locomotive" zur "Bodega" dauert bis Anfang September

Schöne Aussichten am Bahnhof

Bad Nenndorf (rwe). "Locomotive" war gestern, "Bodega" ist allerdings erstübermorgen. Im ehemaligen Bad Nenndorfer Bahnhofsgebäude kreist seit Wochen der Hammer. Mehr als ein halbes Dutzend Handwerker ist seit Januar dabei, die frühere Kultkneipe in eine moderne Cocktailbar zu verwandeln. Doch bis die ersten Drinks serviert werden, dauert es noch. Mehr als 500 000 Euro werden investiert.

veröffentlicht am 14.06.2008 um 00:00 Uhr

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Das sind schöne Aussichten für die Betreiber: "Bisher haben wir abgerissen, ab jetzt wird wieder aufgebaut", sagt Heiner Cronjaeger, der mit seinen beiden Partnern Arif Sanal aus Rinteln und Björn Schwamborn in dem ehemaligen Bahnhof eine über die Grenzen Nenndorfs hinaus bedeutende Gastronomie installieren will: eine Cocktailbar mit spanisch-mexikanischer Küche. Der Papierkrieg sei mittlerweile erledigt, dem Projekt drohten von dieser Seite keine Schwierigkeiten mehr, frohlockt Cronjaeger. Drinnen sind die Wände eingerissen, auf der Vorderseite wurden schon die neuen Fenster eingesetzt. Dabei handelt es sich vielmehr um große Flügeltüren. Denn künftig wollen die Betreiber den Schankraum mit der großen Theke und auch den Restaurantbereich so oft es geht nach Süden öffnen. Direkt vor den Eingang wird eine Holzterrasse angelegt, der Biergarten dahinter wird umgestaltet. Nur mit dem Genuss unter freiem Himmel wird es diesen Sommer eher nichts mehr. Die ursprünglichen Pläne, die "Bodega" im Mai oder Juni zu öffnen, sind schon lange vom Tisch. Denn die Umbauten in dem 500 Quadratmeter großen Erdgeschoss sind weitaus umfangreicher als angenommen. Um die Abläufe später zu optimieren, lässt Cronjaeger sogar eine neue Kellertreppe einbauen. Dabei erwies sich der Altbau mit seiner 42 Zentimeter dicken Bodenplatte aus Beton für die Arbeiter als echte Herausforderung. "Das war wohl mal ein Luftschutzkeller", meint Cronjaeger. Die Investition beläuft sich nach seinen Worten auf insgesamt mehr als eine halben Millionen Euro. Denn nicht nur die Gaststätte ist betroffen, auch das Reisebüro erhält mehr Platz und auch ein großes Schaufenster. "Das bauen wir nächste Woche ein", verrät Cronjaeger. Im Juni sind die Böden und Decken dran, dann kommt der Einbau einer leistungsstarken Lüftungsanlage. Immerhin plant das Trio eine Raucherlounge, die dann auch zum Schmöken von Zigarren einlädt. Cronjaeger: "Unsere Zielgruppe soll sich wandeln." Die Betreiber schielen auf Gäste im Alter von 25 bis 65 Jahren, die künftig den früheren Bahnhof ansteuern. Möglich ist das ab Anfang September. Auf den Tag genau lässt sich die Eröffnung noch nicht festlegen. Das Sommergeschäft ist damit zwar durch, doch Cronjaeger gewinnt dem eine gute Seite ab. Denn so sei ein professioneller Einstieg möglich. Der Service könne sich auf dem gewünscht hohen Niveau einspielen. "Wir müssen dann nicht gleichzeitig draußen und drinnen kämpfen." Leistung und Qualität sollen stimmen, lautet das Credo. Den Verantwortlichen dafür haben Cronjaeger& Co. schon gefunden. Der künftige Geschäftsführer kommt aus Bremen und ist deutscher Vizemeister im Cocktailmixen.



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