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Schnippler – schwer, scharf, kompliziert

Bückeburg (who). „Bei diesem Haushaltsgerät handelt es sich um eine besonders ‚schnittige‘ Schnippelbohnenmaschine“, erklärt Rosemarie Nowack aus Bückeburg, die das Gerät vor vielen Jahren von ihrer Schwiegermutter übernommen hat. Eigentlich ist das rote Maschinchen nichts Besonderes, trotzdem scheint es ein ungewöhnliches Exemplar seiner Art zu sein. (Anmerkung der Redaktion: An dieser Stelle haben wir zu Anfang der Fundstück-Serie schon einmal ein ähnliches Gerät vorgestellt, welches wohl aus der Nachkriegszeit stammte).

veröffentlicht am 10.09.2010 um 17:44 Uhr

Der Unterschied zu den jüngeren Bohnenschnipplern aus der Ära Selbstversorgung über Acker und Garten erschließt sich fühlbar, wenn man dieses Gerät in die Hand nimmt. „Das Teil ist ein Monster und viel schwerer als die Bohnenschnippelmaschinen, die ich von früher her kannte und dazu viel umständlicher zusammenzubauen“, erzählt Rosemarie Nowack. Auch trotz Suche in Museen habe sie bislang nichts Vergleichbares gefunden. Dazu sei auch der Hersteller ihres Maschinchens nicht bekannt. Wahrscheinlich sei nur, dass das Gerät aus dem Ruhrgebiet stammt, denn ihre Schwiegereltern hätten es einst aus Wanne-Eickel mit in den Norden gebracht.

Eine weitere besondere Eigenschaft des Bohnenschnipplers hat Rosemarie Nowack selber hautnah erfahren, als sie ihn vor rund 15 Jahren zum ersten Mal selber benutzen wollte. Gleich bei der ersten Begegnung habe sie sich mit den ungewöhnlich scharfen Messern beim Auseinandernehmen heftig in den Finger geschnitten, berichtet sie. Seitdem ruht der Übeltäter und träumt vielleicht von seinen früheren Einsätzen in der Zeit, als er noch wichtiger Helfer im Haushalt der Schwiegereltern war und im Sommer grüne Bohnen zerlegt hat zum Einlegen in großen Steintöpfen für den Wintervorrat…



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