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Schnatgang: Zabold jetzt "Poalbürger"

Luhden (mig). Unter der Führung von Fritz Schmidt, Wanderwart des Luhdener Sportvereins, hat der Gemeinderat Luhden nach Jahren der Abstinenz wieder einen Schnatgang unternommen. Trotz des schwül-warmen Wetters nutzten rund 30 Luhdener die Gelegenheit zu einem Streifzug durch altes Grenzland.

veröffentlicht am 26.06.2008 um 00:00 Uhr

Die Schnatgänger auf ihrer Tour, bei der sie auch einen alten Gr

Weil Luhden mit 4,35 Quadratkilometern die flächengrößte Eilser Mitgliedsgemeinde ist und eine 13 Kilometer lange Grenze hat, beschränkte man sich in diesem Jahr auf die Südseite. Von der Sporthalle aus ging es entlang der historischen Grenze zwischen dem Fürstentum Schaumburg-Lippe und der Grafschaft Schaumburg ins ehemalige Dreiländereck bei Schermbeck, wo einst das Königreich Preußen an Kurhessen und das Fürstentum Schaumburg grenzte. Während der schweißtreibenden Wanderung wurden die Teilnehmer von Hobbyhistoriker Schmidt unterhalten. "Schnat kommt von Schneise; früher hat man die Grenze abgeschritten, um Streitigkeiten mit den Nachbarn zu vermeiden", sagte er. Vielerorts habe man den Schnatgang zudem zum Anlass genommen, Neubürger zu "poaläsen". Um dem Zugezogenen den Standort des Grenzsteins nachhaltig bewusst zu machen, wurde sein Hinterteil ("Ääs") auf den Stein ("Poal") aufgetitscht. Demonstriert wurde die heute vergessene Tradition an Luhdens Bürgermeister Peter Zabold. Der aus dem Frankenland stammende Zabold wurde somit als "Poalbürger" (Alteingesessener) aufgenommen und bedankte sich mit einer "Runde". Nachdem es entlang der aktuellen Südgrenze Luhdens, südlich der Autobahntrasse der A2, zurück zum Ortskern ging, wartete bereits das Team um Uwe Thies in der Gaststätte "Zur Erholung" mit kühlen Getränken und Bratwürsten zum abschließenden gemütlichen Beisammensein. Während der acht Kilometer langen Wanderung hatte Karl-Heinz Heise die Gruppe mit Kaltgetränken versorgt.



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