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Am Wochenende drittes Künstlerfest in Warber / Heimische Künstler stellen aus

Schmieden für die "Brücke der Freundschaft"

Warber. Anlässlich des dritten Künstlerfestes in Meinsen/Warber werden am 23. und 24. Juni jeweils ab 11 Uhr für ein weltweites Friedensprojekt die Schmiedefeuer entfacht. Zusammen mit Künstlern und Freunden gestaltet Kunstschmied Dieter Stahlhut aus Warber einen Zierstab, der im Sommer 2007 in die weltweit dritte "Brücke der Freundschaft" eingebaut wird.

veröffentlicht am 19.06.2007 um 00:00 Uhr

Auch für musikalische Unterhaltung wird am Wochenende beim Künst

Die Idee der "Brücke der Freundschaft" geht zurück auf den verstorbenen Vulkanschmied zu Aachen, Manfred Bredohl. Mit Schmieden aus aller Welt hatte er vor 20 Jahren beim "2. Weltkongress der Schmiede" in Aachen die erste Brücke geschaffen. Eine international beachtete Aktion, die Jahre später der US-Schmiedeverband aufgriff und mit Teilnehmern aus den USA und der ganzen Welt zusammen eine zweite Brücke schmiedete. Sie hat in Memphis/Tennessee beim "National Ornamental Metal Museum" ihren Platz gefunden. Beide Brücken sind so aufgestellt, dass sie einen freundschaftlichen Brückenschlag zwischen Deutschland und den USA symbolisieren. Bredohls Idee wurde 2006 beim "6. Bayerischen Kunstschmiede- und Metallgestaltertreffen" im oberbayerischen Kolbermoor neues Leben eingehaucht. Das größte Schmiedetreffen in Deutschland feierte das zehnjährige Jubiläum, 130 Teilnehmer begannen am ersten Augustwochenende mit den Arbeiten an der weltweit dritten "Brücke der Freundschaft". Das vier Meter hohe und über vier Tonnen schwere Grundgerüst soll Zierstäbe von Schmieden aus aller Welt tragen. Das Schmieden der Stäbe hat inzwischen eine ungeheure Dynamik entwickelt. Viele Metallgestalter, die im August nicht nach Bayern reisen konnten, haben angekündigt, dass sie zuhause bei Workshops, Tagen der offenen Tür in ihren Werkstätten oder bei anderen Veranstaltungen "ihren" Stab schmieden und auf die Reise nach Kolbermoor schicken werden. Die dortige Brücke, die voraussichtlich im Sommer 2007 fertig gestellt werden kann, soll Japan zugewandt sein, da von Schmiedefreunden dort das Signal ausging, dass im Land der Kirschblüte in den nächsten Jahren ebenfalls eine "Brücke der Freundschaft" gebaut werden wird. Diese soll nach Kolbermoor zeigen. Ziel des stählernen Friedensprojekts ist einerseits, mit der Zeit auf allen Kontinenten eine solche Brücke zu realisieren. Sie soll eine Aufforderung für alle Menschen sein, nicht nur friedlich, sondern auch freundschaftlich miteinander umzugehen - wie es unter den Schmieden üblich ist. Federführend bei der "Brücke der Freundschaft" ist der "Förderverein Europäisches Zentrum für zeitgemäße Metallgestaltung e.V." mit Sitz in Kolbermoor. Aber beim dritten Künstlerfest in Warber geht es nicht nur um Schmiedearbeiten: viele Künstler aus der Region zeigen ihre Arbeiten aus den Bereichen Malerei Skulptur, Drechselkunst, Fotografie und Sandsteinarbeiten. Die Künstler laden zu Gesprächen oder zeigen ihr Können auf unterschiedliche Weise. Erstmal "life" dabei ist in diesem Jahr Andreas Barz, der sich bei seiner Kettensägen-Kunst über die Schulter schauen lässt. Auch für ein Rahmenprogramm wird gesorgt. Kinder, die mit ihren Eltern das Künstlerfest besuchen, können sich am Bau eines Pizza-Ofens in Form eines Drachens beteiligen, am Samstag erwarten das Publikum musikalische Untermalung des Festes durch Überraschungsgäste. Wie bei den vorherigen Künstlerfesten in Warber wird natürlich für das leibliche Wohl der Besucher gesorgt: neben der schon legendären Feuerküche gibt es natürlich Kaffee und Kuchen, Wein und Bier. Infos im Internet unter www.kuenstlerfest-warber.de



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