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Praktiker führen Kinder in Eisenbearbeitung ein / Enge Verbindung zum Bergbaumuseum

Schmiedehandwerk soll nicht aussterben

Kleinenbremen (mig). Manch ein Gast wollte jetzt seinen Ohren nicht trauen: Im Bergwerk Kleinenbremen wird wieder gearbeitet. Tatsächlich bringt der Kurs "Schmieden für Kinder" im Besucherbergwerk ein fast schon ausgestorbenes Handwerk wieder ins Leben.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 15:21 Uhr

In der kleinen Höhle feierten früher Bergleute, heute wird dort

Lange suchen muss man die kleine Gruppe an diesem Tag nicht. Schon von weitem sind laute Schläge zu hören - wo früher Bergleute gefeiert haben, wird heute kräftig gearbeitet. Tobias Hahne (12) steht gerade an der Esse und erhitzt einen dicken Eisenstab über dem Feuer. "Daraus mache ich ein Stochereisen für den Kamin", sagt er stolz und schiebt den Stab noch tiefer in die Glut. Anschließend wird das Werkstück in die richtige Form gebracht. Gemeinsam mit dem pensionierten Schlosser Volker Mundhenke dreht und biegt Tobias das glühende Eisen in vielfache Windungen. "Wir wollen die Kinder an ein altes Handwerk heranführen, das es fast nicht mehr gibt", erklärt Mundhenke das Ziel der Veranstaltung. "Die Kinder sehen hier, wie befriedigend Selbermachen ist". Vom großen Erfolg des Kurses ist Mundhenke aber offensichtlich selbst ein wenig überrascht. Inzwischen kommen sogar einige "alte Schmiede", die ihr Wissen an die Kinder weitergeben. Um den "Kreis zwischen Bergwerk und Schmiede zu schließen" will sich die Gruppe einen eigenen Rennofen zur Eisenverhütung bauen.

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