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Aufbruch nach der Wahl: Feick bleibt Vorsitzender, Vorstand wird verjüngt

Schluss mit "nur" gesellig: Aktiver soll die Samtgemeinde-CDU werden

Eilsen (sig). Im Grunde hatte der CDU-Samtgemeindeverband bei seiner Jahresversammlung allen Grund zu großer Zufriedenheit. So eine positive Bilanz hat es lange nicht mehr gegeben. Im Bund und Land sitzen die Christdemokraten an den Schaltstellen der Macht, und die Samtgemeinde einschließlich ihrer Mitgliedsgemeinden (außer Ahnsen) ragt wie ein Leuchtturm aus der Phalanx SPD-geführter Rathäuser des Landkreises heraus. Trotzdem ist die Zahl der Mitglieder rückläufig, und es sind auch einige andere Wünsche offen.

veröffentlicht am 17.11.2006 um 00:00 Uhr

Das Führungsquartett der Samtgemeinde-CDU (von links): Dieter Gu

"Wir müssen uns jünger, aktiver und dynamischer zeigen; unsere Selbstdarstellung sollte dringend modernisiert werden", forderte Rolf Prasuhn. Und er fügte hinzu: "Dieses Ziel ist mit geselligen Veranstaltungen nicht zu erreichen." Mit dieser Auffassung blieb er nicht allein, wie der Beifall für ihn und die anschließende Diskussion zeigte. Einen großen Schritt in diese Richtung hat der Samtgemeindeverband durch die deutliche Verjüngung des Vorstandes getan. Zwar möchte man weiter von dem Wissen und der Erfahrung des langjährigen Vorsitzenden Friedrich Feick profitieren, der noch einmal einstimmig im Amt bestätigt wurde, aber im Beirat wirken künftig mit Lars Bauer, Björn Metzner und Rolf Prasuhn jüngere Parteimitglieder mit. Sie werden ergänzt von Dr. Willi Dreves, Peter Zabold und Wilhelm Brümmel. Zum geschäftsführenden Vorstand gehören Friedrich Feick, seine Stellvertreterin Barbara Wömpner, Schatzmeister Friedrich-Wilhelm Lohmann und Schriftführer Dieter Gutzeit. Trotz der satzungsgemäß geheimen Wahlgänge gab es keine Gegenstimmen, sondern nur einvernehmliche Personalentscheidungen. Es hat den Anschein, dass sich der CDU-Samtgemeindeverband künftig vermehrt um politische Informationsveranstaltungen mit gewichtigen Referenten bemühen wird. Man will möglichst kompetent und hautnah über das ins Bild gesetzt werden, was auf den verschiedenen politischen Bühnen gespielt wird, angefangen von Europa, über den Bund bis hin zum Land. Einen ersten Vorgeschmack bekamen die Versammlungsteilnehmer vom Landtagsabgeordneten Dr. Joachim Runkel. Er bezeichnete die Bilanz der CDU/FDP-Koalition in Niedersachsen in den ersten vier Jahren als vorzeigenswert. Das Wirtschaftsklima habe sich deutlich verbessert. Mit fast 25 000 zusätzlichen Existenzgründungen pro Jahr sei ein mehrfach höheres Ergebnis als zu Zeiten der Vorgänger-Regierung erreicht worden. Durch die Verwaltungsreform seien, so Runkel weiter, bereits 3000 Stellen und damit 65 Millionen Euro eingespart worden. Bis zum Abschluss würden es 7000 sein. Im kommenden Jahr werde das Land 500 Millionen Euro weniger Schulden machen, und 2011 wolle man endlich keine neuen Darlehen mehr aufnehmen. Die Lockerung des Ladenschlusses versprach Runkel zum 1. April 2007. Außerdem werde die Regierung 400 neue Lehrerstellen schaffen. Zusätzlich sollen noch die Ganztagschulen bedacht werden. Mit Hilfe der eingeführten Studiengebühren würden die Studienbedingungen verbessert, mehr Professoren eingestellt, rund 1000 neue Studienplätze geschaffen und auch notwendige bauliche Maßnahmen an Hochschulen finanziert. Im Rückblick auf die Kommunalwahlen sprach der frisch gekürte Luhdener Bürgermeister Peter Zabold davon, dass die CDU von den erreichten über 54 Prozent Zustimmung der Wähler überrascht sei. Besonders wichtig sei ihm aber gewesen, dass der neue Samtgemeinde-Bürgermeister Bernd Schönemann sogar auf 70-Prozent gekommen sei. Dagmar Söhlke berichtete, dass die CDU und FDP im Samtgemeinderat eine Gruppe bilden werden, deren Sprecherin sie sei. Dr. Willi Dreves werde bei der konstituierenden Sitzung am 23. November zum stellvertretenden Bürgermeister und Ratsvorsitzenden der Samtgemeinde gewählt. Von Dieter Gutzeit war zu hören, dass die von ihm geführte CDU-Fraktion in Ahnsen eine Prioritätenliste erstellt habe, die sie mit der Mehrheitsfraktion der SPD besprechen wolle.

Für langjährige Mitgliedschaft in der Partei wurden geehrt (von
  • Für langjährige Mitgliedschaft in der Partei wurden geehrt (von links): Dieter Nerge (Ahnsen, 25 Jahre), Rosemarie Döhring (Heeßen) und Helmut Segebade (Bad Eilsen, beide 30 Jahre). Foto: sig

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