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2007 kommen 65 000 Besucher nach Bückeburg / Im April gehen Bistro und Erlebniswelt an den Start

Schloss will 2008 die 70 000er-Marke knacken

Bückeburg (rc). 65 000 Besucher haben im vergangenen Jahr Schloss Bückeburg besichtigt. Die Besucherzahl blieb damit im Vergleich zu den Vorjahren konstant. Schlossverwalter Alexander Perl war im Gespräch mit unserer Zeitung zufrieden mit der Entwicklung: "Im Gegensatz zu anderen Schlössern in der Umgebung ist es uns gelungen, die Besucher auf das Schloss zu locken." Andere hätten mit zum Teil deutlich sinkenden Besucherzahlen zu kämpfen.

veröffentlicht am 09.01.2008 um 00:00 Uhr

Schloss Bückeburg: 65 000 Besucher haben im vergangenen Jahr das

Fürs laufende Jahr erwartet Perl einen Anstieg der Besucherzahlen. Denn mit Beginn der Saison Mitte April soll nach langen Jahren des Wartens endlich die "Erlebniswelt Renaissance" mit - funktionierenden - E-Guidern, einem Modell des Schlosses und einem aus dem Rahmen sprechenden virtuellen Fürsten Ernst an den Start gehen. Dazu kommt die große Umgestaltung des Eingangsbereiches des Schlosses, die ebenfalls Mitte April abgeschlossen sein soll. Kasse und Museums-Shop werden in die ehemalige Schlossküche im rechten Teil des Hauptflügels verlegt. Hinzu kommt ein Bistro-Bereich mit rund 50 Sitzplätzen. "Ein echter Knaller und Hingucker", verspricht Perl. Insgesamt investiert die Hofkammer einen siebenstelligen Betrag in den Umbau, der größtenteils aus eigenen Mitteln finanziert wird. Zuschüsse fließen dagegen noch für den Teil, der den Ausbau des Projektes Erlebniswelt Renaissance betrifft. So gab die Stadt jetzt 94 000 Euro frei, die sie 2004 vertraglich für das Projekt zugesagt hatte. Das Geld fließt direkt in das Projekt in Bückeburg. Der Geldfluss und die Bezahlung der eingehenden Rechnungen wird von Landkreis und der Erlebniswelt Renaissance kontrolliert, die Hofkammer zahlt. "Das läuft problemlos", sagte Alexander Perl. Der Gartensaal als Herzstück des Bückeburger Schlosses ist bereits seit einigen Monaten samt der notwendigen Grundtechnik fertiggestellt. Was jetzt noch fehlt, sind die berühmt-berüchtigten E-Guider. 100 Exemplare sind für das Schloss bestellt worden und sollten eigentlich längst da sein. Wann sie geliefert werden, weiß allerdings auch der Schlossverwalter nicht. "Ich bin derzeit nicht auf dem Laufendem." Bis Mitte April sollten sie aber da sein, ebenso wie ein Modell des Schlosses aus Plexiglas, das für die Multimedia-Inszenierung benötigt wird. Dieses Modell war bereits vor einigen Jahren erstellt und vorgestellt worden. Im Zuge der Insolvenz des mit der technischen Umsetzung des Projektes beauftragten Generalunternehmers war das Modell allerdings spurlos verschwunden - und ist bis heute nicht auffindbar. Wie Perl sagte, muss im Zuge der Einführung der Erlebniswelt das Konzept der Führungen überarbeitet und umgestellt werden. "Viel Arbeit noch für meine Mitarbeiter." Insgesamt misst die Schlossverwaltung dem Projekt nicht mehr den Stellenwert bei, den es noch vor sechs, sieben Jahren gehabt hat. "Ob wir damit vor allem die Jugend ansprechen, wird sich noch zeigen. Ansonsten setzen wir auf unsere Gesamtattraktivität. Wir müssen den Umbau fertig bekommen, dann wird auch der Rest kommen." Erklärtes Ziel: 70 000 Besucher schaffen, am besten noch in diesem Jahr. 2007 war hinsichtlich der Besucherzahlen gekennzeichnet von einem immer schwieriger werdenden Geschäft mit den Busunternehmen. Sie bieten auf eigenes Risiko Fahrten samt Besichtigung und Programm nach Bückeburg an, bekommen aber oftmals ihre Busse nicht voll. Perl: Zunächst würden 50 Besucher angemeldet, von den schließlich noch 20 ankämen, oder aber die Fahrt werde mangels Interesses ganzstorniert. "Es wird immer unsicherer." Eine sichere Bank seien dagegen Vereine, die ihren Mitgliedern Fahrten nach Bückeburg anbieten. Diese Busse seien in der Regel voll: "Ein ganz starker Markt für uns." Erfreulich entwickelt haben sich 2007 auch die Besucherzahl im Mausoleum. 21 000 Besucher wurden in der zweitgrößten Grabstätte Europas registriert; noch einmal 1000 mehr als im bisherigen Rekordjahr 2006. Öffnungszeiten bis 31. März täglich von 9.30 bis 17 Uhr, letzte Führung um 16 Uhr. Informationen im Internet unter www.schloss-bueckeburg.de



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