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Umsatzeinbruch auch für Hamelns Straßenbaumaschinensparte / Besserung erst Ende 2009?

Schlechtes Quartal drückt den Volvo-Gewinn

Stockholm/Hameln (mafi). Der schwedische Nutzfahrzeugkonzern „AB Volvo“, in dessen Baumaschinensparte „Volvo CE“ die Hamelner Asphaltfertiger- und Walzenfabrik (früher ABG) ein wichtiges Standbein ist, hat im vierten Quartal des vorigen Jahres rote Zahlen geschrieben. Konzernchef Leif Johansson nannte gestern in Stockholm als Ursachen die stark gefallene Nachfrage, die Kosten für die Verminderung der Produktion sowie die Verteuerung der Rohstoffe.

veröffentlicht am 06.02.2009 um 20:24 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:01 Uhr

Volvo-Chef Leif Johansson bei seinem Jahresbericht in Stockholm.

Stockholm/Hameln (mafi). Der schwedische Nutzfahrzeugkonzern „AB Volvo“, in dessen Baumaschinensparte „Volvo CE“ die Hamelner Asphaltfertiger- und Walzenfabrik (früher ABG) ein wichtiges Standbein ist, hat im vierten Quartal des vorigen Jahres rote Zahlen geschrieben. Konzernchef Leif Johansson nannte gestern in Stockholm als Ursachen die stark gefallene Nachfrage, die Kosten für die Verminderung der Produktion sowie die Verteuerung der Rohstoffe. So sei die Nachfrage im Bereich der Baumaschinen in den letzten drei Monaten des Jahres weltweit um 39 Prozent eingebrochen, in Europa sogar um 49 Prozent. Die Einnahmen von Volvo CE haben sich um 29 Prozent auf eine Milliarde Euro vermindert. Die Produktion ruhte an 24 von 60 Arbeitstagen. In Hameln gab es im November und zum Jahreswechsel Betriebsferien. Der Wert des Auftragsbestandes bei Volvo CE war am 31. Dezember 2008 um 68 Prozent niedriger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres.

„Schwächeperioden

sind üblich“

Im Schlussquartal sackte der AB-Volvo-Absatz um 9 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro, was zu einem Verlust von 133 Millionen Euro führte – nach 388 Millionen Euro Gewinn ein Jahr zuvor. Für das Gesamtjahr weist der Konzern dennoch einen Nettogewinn von gut 950 Millionen Euro aus. Der Absatz stieg um 6,4 Prozent auf fast 29 Milliarden Euro.

Volvo CE verbesserte den Jahresumsatz um 5 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Wegen des schlechten vierten Quartals schrumpfte der Ertrag jedoch von 399 auf 170 Millionen Euro. Hamelns Volvo-CE-Vizepräsident Udo Heukrodt hatte Ende des Jahres in der Dewezet betont: „Volvo steht stabil da.“ Derartige Schwächeperioden seien in der Branche alle acht bis zehn Jahre üblich. Der Bedarf an Geräten sei ungebrochen, die Finanzierung der Neuanschaffungen wegen der Finanzkrise aber schwieriger geworden. An seinem Erweiterungsplan auf dem Ex-AEG-Gelände in Hameln halte Volvo fest. Heukrodt war gestern für eine weitere Stellungnahme nicht zu erreichen.

Bei Volvo CE wird davon ausgegangen, dass der Baumaschinenabsatz im laufenden Jahr in Europa um 30 bis 40 Prozent unter dem von 2008 liegen wird, in Nordamerika um 10 bis 20 Prozent, in den weiteren Regionen der Welt um 30 Prozent. „Verschiedene Regierungen haben Programme zum Anschieben von Infrastrukturprojekten angekündigt“, heißt es in dem Report, diese Initiativen dürften sich ab Ende 2009 positiv auf die Bestellungen auswirken.

Die Volvo-Aktie notierte gestern deutlich im Plus. Experten begründen dies mit der Finanzstärke des Konzerns.

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