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Stemmer Straße: Behörde bezeichnet sie als "mangelhaft"

Schlaglochpiste bereitet Sorgen - es fehlt das Geld

Hobbensen (mw). Die durch Hobbensen führende Stemmer Straße ist seit Jahren in einem desolaten Zustand. Während jedoch an anderen Stellen des Landkreises dieses Jahr fleißig saniert wird, passiert in Hobbensen bisher nichts.

veröffentlicht am 18.11.2006 um 00:00 Uhr

Dem Verkehrsteilnehmer bietet sich beim Durchfahren der Ortschaft ein trauriges Bild: Die Stemmer Straße (auch als Landesstraße 446 bezeichnet) weist auf einer Länge von ein paar hundert Metern innerorts zahlreiche Flickstellen, Unebenheiten und - bei Regen - etliche Pfützen auf. Letztere erreichen mitunter beachtliche Ausmaße. Mit der Folge, dass sich deren Inhalt bisweilen fontänenartig zurSeite ergießt, wenn ein Fahrzeugreifen die Wassermassen teilt. Ein Geh- beziehungsweise Radweg fehlt. "Dass die Straße sehr schlecht ist, ist uns auch bekannt", bestätigt Markus Brockmann, Amtsleiter der Hamelner Geschäftsstelle der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Da es sich um eine Landesstraße handelt, ist das Amt in Hameln für eine etwaige Sanierung zuständig. "Da dem Land das Geld fehlt", könnten Um- und Ausbauarbeiten nicht gemacht werden. Der Bau eines Geh-/Radweges sei zudem Sache der Gemeinde, die hierfür Bundeszuschüsse erhalten könne. Hobbensen ist jedoch keine Ausnahme. Vom Brockmann ist zu erfahren, dass es in den Landkreisen Schaumburg, Hameln-Pyrmont und Holzminden etwa 80 Straßenabschnitte gibt, deren Zustand "mangelhaft" ist. Ebenfalls aufgrund der leeren Landeskasse. Hoffnungslosigkeit ist aber fehl am Platz. Wenn es eine Chance gebe, um die Straßenoberfläche mit einfachen Mitteln in Ordnung zu bringen, "dann würden wir es machen", so Brockmann. Möglicherweise ist bald tatsächlich "Licht am Ende des Tunnels" zu sehen. Stadthagens neuer Bürgermeister Bernd Hellmann (SPD) hat signalisiert, dass er noch in diesem Jahr zusammen mit Brockmann "nach einer gemeinsamen Lösung suchen" werde, "wie wir die Situation dort entspannen können". Unteranderem seien auch Gespräche mit Versorgungsträgernzu führen. "Wir wollen da sehr konstruktiv herangehen", sagte Hellmann und ergänzte, dass auch nach einer "vertretbaren und raschen" Möglichkeit gesucht werde.

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