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Weserberglandweg: Planer zieht vor "Weserbergland Tourismus" positive Zwischenbilanz

"Schlagkräftig auf dem Markt erscheinen"

Weserbergland (mld). Einigkeit war es vor allem, die auf der Jahresversammlung des Vereins "Weserbergland Tourismus" in Porta Westfalica demonstriert wurde. "Kein Mensch fährt in einen Ort, sondern man fährt in eine ganze Region. Wir brauchen erfolgreichen Tourismus im Weserbergland zum Bestehen der Region", stellte Rüdiger Butte, Vereinsvorsitzender und Landrat von Hameln-Pyrmont, in seinem Grußwort fest.

veröffentlicht am 05.12.2007 um 00:00 Uhr

Gepflegte Wanderwege sind Voraussetzung für Erfolg mit Gütesiege

So würde die Tourismusbranche zum immer wichtigeren Wirtschaftsfaktor, erläuterte Butte: Das produktive Gewerbe habe enorme Einbrüche erlitten, und der Tourismus sei das Standbein, das diese Verluste auffangen müsse. Der Portaner Bürgermeister Stephan Böhme bekannte sich zur Region: "Wir in PortaWestfalica sehen uns ausdrücklich unter der Dachmarke Weserbergland." Die Stadt wolle kein "Ostwestfalen-Marketing" wie andere Städte: "Nur wenn wir gemeinsam an der Marke Weserbergland arbeiten, bringt uns das weiter." Petra Wegener, Geschäftsführerin des "Weserbergland Tourismus", wies in ihrem Jahresbericht auf die Bedeutung der Tourismusbranche als der "inzwischen stärkste Wirtschaftszweig im Weserbergland" hin. Und: Gerade Produkte der Region, wie etwa der prämierte Weserradweg, müssten "schlagkräftig auf dem Markt erscheinen". Zu einer solchen "Marke" soll nun also auch der Weserberglandweg werden, ein Fernwanderweg zwischen Porta Westfalica und Hann. Münden über insgesamt 210 Kilometer. Seit eineinhalb Jahren ist das Ingenieur- und Planungsbüro des Umwelt-Instituts Höxter (UIH) damit beauftragt, die bereits bestehenden Wanderwege im Weserbergland in Augenschein zu nehmen und einen Maßnahmenkatalog aufzustellen, wie ein solcher Fernwanderweg ins Leben gerufen werden könnte (wir berichteten). Eine Zwischenbilanz der Arbeit lieferte auf der Jahresversammlung der "Weserbergland Tourismus" Bernd Schackers vom UIH, zugleich Projektleiter der "Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Weserberglandwandern". Sein Ergebnis: Von den geplanten 210 Kilometern Wanderweg entsprechen immerhin 160 den Kriterien des Deutschen Wanderverbandes. Nach diesen Kriterien - zum Beispiel die Anteile der zu bewandernden asphaltierten Wege oder der Abwechslungsreichtum der dargebotenen Landschaften - verleiht der Verband den Wanderwegen ein Gütesiegel und nimmt die Strecken in einem jährlich erscheinenden Katalog auf. Für eine Region wie das Weserbergland hätte ein solches weiteres Aushängeschild enorme Vorteile, sagte Schackers. Und: "Die Voraussetzungen sind gut, dass die Kriterien bald erfüllt werden." Laut der Analyse der ARGE werden die Kriterien des Wanderverbandes bereits auf der Strecke von Rinteln nach Hameln erfüllt. Schwächen hingegen gibt es vor allem auf den Strecken von Rinteln in Richtung Porta Westfalica und von Bad Karlshafen nach Hann. Münden, wo die Wanderwege kaum ausgewiesen oder größtenteils asphaltiert sind. So bleibt die Frage, wie die Kriterien des Deutschen Wanderverbandes auf den ganzen 210 Kilometern erfüllt werden können. Laut Schackers muss der jetzige Wegeverlauf teilweise geändert werden, um mehr naturbelassene Wege und Sehenswürdigkeiten mit in den künftigen Weserberglandweg einzubeziehen - das jedoch erfordere das Einverständnis sämtlicher eventuell betroffener Grundstückseigentümer. Zunächst jedoch sieht der Plan der ARGE vor, die Gemeinden anzusprechen. Ab Februar soll es Regionalkonferenzen geben, auf der die Interessenverbände Informationen und Vorschläge austauschen können. Wie die Pläne für den Wanderweg dann aussehen werden, wird in einem Handlungsleitfaden im Mai zusammengestellt, wenn die ARGE ihre Arbeit abschließt. Schackers ist optimistisch: "Allgemein sind die Ergebnisse der Analyse ausgesprochen positiv." Und: "Der Weserberglandweg kann rahmengebend für weitere Aktivität in der Region sein."

Die anspruchsvollen Kriterien des Deutschen Wanderverbandes werd
  • Die anspruchsvollen Kriterien des Deutschen Wanderverbandes werden auf der Strecke von Rinteln nach Hameln bereits weitgehend erfüllt. Unsere Bilder entstanden im Bereich Hohenstein. Fotos: UIH


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