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Ausschussvorsitzender Michael Rieke: „Aber ohne die älteren Kollegen geht es nicht“

Schiedsrichter ohne Nachwuchssorgen

Hameln. Auf dem Platz machen sie sich mit ihren Pfiffen für die eine oder andere Seite meistens unbeliebt, dabei geht es ohne sie weder im Handball noch im Fußball noch in einer anderen Sportart – den Schiedsrichtern. Im Kreisverband des Niedersächsischen Fußballverbandes haben sie einen eigenen Schiedsrichterausschuss, der sich einmal jährlich zu seiner Hauptversammlung trifft – wie in den vergangenen Jahren so auch diesmal in der Gaststätte der Kolonie am See in Hameln.

veröffentlicht am 12.06.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 15.11.2016 um 08:39 Uhr

Dabei zog der Vorsitzende Michael Rieke eine positive Bilanz für die jetzt zu Ende gehende Saison. „Alle Mitglieder haben eine hervorragende Arbeit geleistet, die gerade in den letzten Wochen nicht leicht und sehr zeitintensiv war“, lobte er seine Kollegen. Es habe an der Menge der Spiele gelegen, die zum Teil sehr kurzfristig hätten besetzt werden müssen. Insbesondere in der vergangenen Saison sei die Arbeit für ihn nicht immer leicht zu bewerkstelligen gewesen, da er beruflich sehr eingespannt gewesen sei. „Aber meine Ausschusskollegen haben mir einiges an Arbeit abgenommen“, schilderte Rieke die Arbeit der Schiedsrichter-Ansetzer.

„Sehr überraschend“ sei mit dem Ende der Hinserie Maksim Kasoev (SSG Halvestorf) vom Talentkader des Bezirks in die Bezirksliga berufen worden, berichtete Rieke, obwohl er die entsprechende Leistungsprüfung noch nicht abgelegt hatte. Dies sei der absolute Ausnahmefall, betonte der Ausschussvorsitzende. „So etwas hat es im Bezirk bisher noch nicht gegeben.“ Über den Bezirk hinaus leitete Johann Pfeifer (HSC/BW Tündern) Spiele der Regionalliga, Sven Binder (SSG Halvestorf) pfiff in der Oberliga Niedersachsen. Als Assistent taucht Pfeifer auch an der Seitenlinie der dritten Bundesliga auf. „Darauf sind wir stolz“, betonte Rieke. Damit erweise sich der damals eingeschlagene Weg nun „mehr als richtig“, auch wenn es an der Entscheidung, Pfeifer in höhere Klassen zu melden, scharfe Kritik gegeben habe. Ein besonderes Lob sprach Rieke den älteren Schiedsrichterkollegen aus. „Ohne sie geht es nicht“, stellte der Ausschussvorsitzende fest. Trotz fortgeschrittenen Alters steht ihr regelmäßig auf den Plätzen und helft uns bei Wind und Wetter.“

Im Gegensatz zu anderen Bereichen in Niedersachsen hat der Schiedsrichterausschuss keine Nachwuchssorgen. „Zurzeit haben wir 193 gemeldete Schiedsrichter, von denen 157 aktiv pfeifen“, zog Rieke eine positive Bilanz. Das seien zwei mehr gewesen als in der vorausgegangenen Saison. „Damit stehen wir im Vergleich zu den anderen Kreisen in Niedersachsen sehr gut da.“ Als Problem schilderte Rieke dagegen die Tatsache, dass in Zukunft alle Spielberichte online geliefert werden müssen. Das sei für Kollegen ohne die entsprechenden Geräte möglicherweise nicht so einfach. „Aber wir werden irgendwie eine Lösung finden“, versprach Rieke.

Lehrwartin Susanne Dombek-Schröder berichtete, dass in der auslaufenden Saison 42 Leistungsprüfungen abgelegt worden seien. Außerdem hätten 48 Schiedsrichter an Lehrabenden teilgenommen. Erfolgreich sei auch ein Lehrgang innerhalb der Jugendanstalt durchgeführt worden. „Zehn Insassen haben ihn bestanden und auch zwei Teilnehmer von außerhalb.“ Als besondere Herausforderung bezeichnete sie die Rattenfänger Trophy mit 70 Spielen an vier Spielorten. Zum Schiedsrichter des Jahres 2014 wählte eine Kollegen-Jury Timo Brackmann, zum Jung-Schiedsrichter Kerim Yakin. Für langjährige Schiedsrichterei wurden Victor Chirita, Daniel Harting, Hermann Janssen, Marcel Janssen und Gustav Treder (10 Jahre) geehrt; Mathias Häfemeier (15 Jahre); Taner Yalcin und Durmus Dogan (20 Jahre); Erol Ayri, Rüdiger Gereke und Michael Rieke (25 Jahre); Hans-Jürgen Baldes, Klaus Guschel, Gerd Nähring und Helmut Reinecke (40 Jahre) sowie Gerhard Meyer für 50 Jahre Schiedsrichterei. Der Tag des Schiedsrichters findet in diesem Jahr am 13./14. Juni statt.wft

Die für langjährige Schiedsrichter-Tätigkeit Ausgezeichneten mit dem Kreisfußballverbandsvorsitzenden Andreas Witt-

rock (2. v. li.) und dem als Bezirksschiedsrichterobmann verabschiedeten Detlef Feuerhake (3. v. l.). wft



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