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Miss-Schaumburg-Wahl: Vor dem Finale am 6. November modeln die sechs Finalistinnen auf 2800 Metern Höhe

Schaumburger Top-Models im Schnee

Plötzlich fegt eine Windböe über den Gletscher, Schnee wirbelt auf, Viviana kneift die Augen zu, hält schützend die Hand vor das Gesicht, die Wangen gerötet von der klirrenden Kälte. „So, jetzt beweg die Arme, als würdest du schwimmen!“ ruft Jens Anders durch den Wind. Die junge Frau im weißen Abendkleid vergisst die eisigen Temperaturen, setzt die Anweisung des Fotografen souverän um und schwebt wie eine Eisprinzessin zwei Meter über dem Erdboden, über ihr nur der strahlend blaue Himmel und die schneebedeckten Gipfel der Tiroler Alpen.

veröffentlicht am 23.10.2009 um 23:00 Uhr

Models im Schnee: Für den Katalog des Wintermodenherstellers Pea

Autor:

Katharina Grimpe

Als eine der sechs Miss-Schaumburg-Finalistinnen meistert die Bückeburgerin am zweiten Tag der Tirol-Reise die Herausforderung eines spektakulären Fotoshootings auf dem Pitztaler Gletscher und zieht mit vor Begeisterung glänzenden Augen nur ein Fazit: „Das war der Burner, das war der absolute Wahnsinn!“ Schließlich sind die Foto-Aufnahmen vor meterhohem Neuschnee und dem jahrhundertealten Eis des Gletschers Höhepunkt einer ganzen Reihe von Aufgaben, denen sich die Mädchen bisher auf ihrer Tour stellen mussten.

Schon der erste Tag in Tirol hält eine große Überraschung für Tatjana Zwirkowski, Carolin Ehlerding, Sophie Höfer, Anne Kauffeldt, Isabel Jeske und Viviana Sorban bereit. Statt sich erschöpft von Flug und Busfahrt im Vier-Sterne-Wellnesshotel Schwarz bei einem Gala-Dinner kulinarisch verwöhnen lassen zu können, wartet auf die Nachwuchsmodelle – kaum sind die Koffer auf den Zimmern des Alpenresorts verstaut – auch schon der Sprung ins kalte Wasser. Völlig unvorbereitet schlüpfen die Schaumburgerinnen für eine Modenschau in Korsett, Rock und Schürze und verwandeln sich binnen Minuten in fesche Tiroler Dirndl, um den Hotelgästen neue Trachtenmode zu präsentieren. „Ihr könnt das ganz entspannt angehen und euch an den anderen Models orientieren. Ihr schafft das schon“, beruhigt Model-Agentin Stefanie Bennigstorf ihre Schützlinge, die der Show mitten im Restaurant des Luxus-Hotels mit zitternden Händen entgegenfiebern. Hinter der Bühne herrscht hektisches Treiben, Kleider liegen kreuz und quer auf dem Boden, Schürzen und Schleifen werden zurechtgerückt. Dann muss alles ganz schnell gehen. Als die Musik erklingt, ist die Nervosität wie weggeblasen, die Mädchen schreiten über den Laufsteg, posieren und drehen sich keck und heimsen für ihre Show jede Menge Applaus ein.

„Ich hab mich super gefühlt, das hat absolut Spaß gemacht“, schwärmt Tatjana, zurück in der Garderobe, von ihrem ersten großen Auftritt vor Publikum. Auch Sophie ist erleichtert und aufgedreht: „Wir alle haben so was ja zum ersten Mal gemacht, aber den Zweifel und die Unsicherheit schluckt man runter, wenn man auf der Bühne steht und lächelt.“

Endlich angekommen: Die Freude von Carolin Ehlerding (von links)
  • Endlich angekommen: Die Freude von Carolin Ehlerding (von links), Anne Kauffeldt, Isabel Jeske, Viviana Sorban, Sophie Höfer und Tatjana Zwirkowski über die Landung in München wird auch nicht durch den kleinen Schreibfehler auf dem Begrüßungsschild getrübt.
Obwohl alles andere als optimal wetterfest gekleidet strahlt die
  • Obwohl alles andere als optimal wetterfest gekleidet strahlt die Schaumburgerin Carolin Ehlerding nach gemeistertem Shooting voll stolz über die eigene Leistung.

„Es war klar, dass das kein Spaziergang wird“

Dass ihnen am kommenden Tag außer diesen Model-Qualitäten auch Mut und Durchhaltevermögen abverlangt werden, wissen die Mädchen zu diesem Zeitpunkt nicht. Bewusst wird ihnen die Herausforderung erst, als sie am nächsten Morgen und nach einer abenteuerlichen Fahrt mit der eigens angemieteten Pistenraupe auf 2800 Metern vor dem Pitztaler Gletscher stehen, den das Miss-Schaumburg-Team um Marketingprofi Christian Hoffmann als eindrucksvolle Kulisse für die zweite große Aufgabe der Nachwuchsmodels auserkoren hat.

Mit Staunen und immer größer werdenden Augen hören Anne und Co. Agentin Stefanie Bennigstorf zu, die den Mädchen erklärt, wie das Shooting in Eis und Schnee ablaufen wird. Mit einem Klettergurt unter den edlen Abendroben sollen die sechs Schönheiten an einem Seil vor die Gletscherwand gezogen werden, um dann elfengleich in der Luft zu posieren. „Das ist ja krass“, platzt Isabel nach dieser Ankündigung heraus und erklärt nach einem Moment wieder ganz gelassen: „Aber es war ja eigentlich auch klar, dass die ganze Sache hier kein Spaziergang wird.“

Mit einem Spaziergang sind Vorbereitung und Durchführung des Shootings in der Tat nicht zu vergleichen. Ein Bergführer muss einen sicheren Weg vorbei an unsichtbaren Gletscherspalten und durch meterhohe Schneewehen hin zum Ort des Geschehens bahnen. Kamera, Blitzanlage und andere fragile Geräte für die Fotoaufnahmen werden von erfahrenen Kletterern vom Gletscher abgeseilt, mehr als zehn Personen aus Schaumburg, Hannover und Tirol arbeiten konzentriert, um das Set für die Models vorzubereiten. Damit diese wirklich gefahrlos über dem Boden schweben können, hat das Miss-Schaumburg-Team keine Mühen gescheut: „Der beste Bergführer des Pitztals übernimmt für uns die Absicherung, den Mädchen kann damit absolut nichts passieren“, versichert Christian Hoffmann.

Angespannte Stille herrscht derweil in der provisorischen Garderobe an der Pitztaler Gletscherbahn, in der die Schaumburgerinnen für ihren großen Auftritt vor der Kamera gestylt werden. „Ich bin etwas aufgeregt, aber freue mich auch total“, gesteht Carolin.

Für Isabel wird es ernst, sie ist die erste der Sechs, die sich in ihrem Wintermantel – das Abendkleid wird die 16-Jährige erst am Gletscher anziehen – einen Weg durch den Schnee zum Set bahnt. „Angst habe ich eigentlich nicht, ich weiß ja, dass alles gut gehen wird. Ich will einfach gute Bilder machen“, betont die Schülerin, als sie sich in klirrender Kälte umzieht.

Ein stressiger Job, Spontaneität ist gefragt

Das ganze Team ist behilflich, wärmt das Nachwuchsmodel mit Decken, Bergführer „Schmatz“ zieht den Klettergurt fest und hilft dem Mädchen zudem noch in die acht Zentimeter hohen Schuhe. Als sich das Seil spannt und sie langsam abhebt, hält Isabel die Luft an, vor Aufregung färben sich ihre Wangen rot. Dann hat sie ihr Gleichgewicht gefunden und posiert konzentriert für die Kamera. „Guck erhaben, wie eine Elfenkönigin!“ fordert Jens Anders. Zurück auf dem Erdboden strahlt die Auhägerin und schwärmt euphorisch: „Das war so toll. Vor ein paar Wochen hätte ich nie gedacht, dass ich mal vor einer Gletscherwand schwebe.“

In der Garderobe der Nachwuchsmodelle heißt es Teamgeist statt Konkurrenzdenken. „Wir verstehen uns wirklich gut und sind alle eine große Gruppe“, sagt Tatjana. Auch Viviana ist überzeugt: „So was wie Zickenkrieg gibt es zwischen uns nicht, wir unterstützen uns alle gegenseitig, helfen uns ins Kleid oder tragen uns die Schuhe hinterher.“

Mittlerweile sind auch Anne, Carolin und Tatjana euphorisch und außer Atem vom Set in die Garderobe zurückgekehrt, in der der Stresspegel deutlich gestiegen ist. „Wir sind nicht im Zeitplan, das muss ein bisschen schneller gehen“, tönt die Stimme von Jens Anders aus dem Walkie-Talkie auf dem großen Holztisch, an dem Makeup-Artist Anna-Marina Fuhr zuletzt Sophie und Viviana in Eisprinzessinnen verwandelt. Hektisch werden Kleider und Schuhe gesucht. „Wir müssen uns jetzt sehr beeilen, da merkt man, was für ein stressiger Job das eigentlich ist. Als Model muss man echt spontan sein“, fasst Isabel die Situation zusammen.

Sind die letzten Fotos vor dem Gletscher geschossen, packen auch die Models mit an. Teamarbeit ist gefragt, um alle Geräte so schnell wie möglich zurück zur Gletscherbahn zu bringen. Denn der Arbeitstag ist noch lange nicht vorbei, zwei weitere Shootings stehen an: Viviana, Sophie, Anne und Isabel posieren in Wintersportmode und mit Skiern und Schneeschuhen ausstaffiert für ein Katalog-Shooting der Firma „Peak Performance“ lachend im Schnee.

Carolin und Tatjana hingegen kommen an diesem Tag richtig hoch hinaus. Als „Model des Tages“ fahren die beiden Schönheiten gemeinsam mit Mentorin Bennigstorf bis auf 3400 Meter. Vor dem Gipfel der Wildspitze, dem höchsten Berg Tirols, posieren die drei Models für Glamouraufnahmen. Bei Windböen von 120 Stundenkilometern und eiskalten Temperaturen wird das Shooting für alle Beteiligten zur Belastungsprobe, aber auch zu einem großen Erfolg: „Die Bilder sind absolut toll geworden und die Mädchen waren sehr tapfer“, berichtet Hoffmann, der für die drei vor Kälte zitternden und unterkühlten Modelle telefonisch die Sauna im Tal einheizen lässt.

Von der Professionalität der Finalistinnen sind nicht nur die Wettbewerbs-Organisatoren beeindruckt. Vor allem die Tiroler Gastgeber schwärmen von den Schaumburgerinnen. „Die Models passen einfach perfekt zu uns, sind ganz tolle und unkomplizierte Mädchen“, sagt Christian Payer.

Die Modells indes sind erschöpft und sprachlos angesichts der Erlebnisse im Schnee. Erst zurück im Tal weicht die Sprachlosigkeit Euphorie und Begeisterung. „Von den Eindrücken, die ich mit nach Hause nehme, werde ich noch meinen Enkeln erzählen“, überlegt Tatjana. Und Anne ist es, die das Erlebte auf den Punkt bringt: „Eigentlich ist es egal, wer Miss Schaumburg wird. Dass wir hier sind, macht uns alle zu Gewinnerinnen.“

Das Abenteuer geht weiter: Was die Schönheiten bis zu ihrer Rückkehr nach Schaumburg noch alles erleben – vom exklusiven Shooting in Svarovskis Kristallwelten bis zum Bungee-Jumping und dem Training auf dem Laufsteg ist in der kommenden Woche in unserer Zeitung zu lesen. Aktuelle Bilder der Top-6 gibt es im Internet auf www.miss-schauburg.de.

Karten für das Finale und die After-Show-Party in der Nenndorfer Wandelhalle am Freitag, 6. November, gibt es ab sofort in unseren Geschäftsstellen in Rinteln und in Bückeburg. Karten fürs Finale kosten 18 Euro, Party inklusive. Die Party-Karten kosten neun Euro.



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