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"Cape Farewell" forscht für Klimaschutz / Zwei deutsche Schüler dürfen mit - einer aus Bad Nenndorf

Schaumburger Schüler auf Mission in der Arktis

Bad Nenndorf (fox). Der rasante Klimawandel fordert ein ebenso schnelles Umdenken im Umgang mit der Natur. Das British Council, Großbritanniens internationale Organisation für kulturelle Beziehungen und Bildung, geht neue Wege. Weg von Statistiken und Wetterdatenmengen, hinein in die Praxis. Künstler, Wissenschaftler und 28 Schüler aus aller Welt gehen dazu im Herbst zum zweiten Mal auf Expedition in die Arktis. Nur zwei Schüler aus Deutschland nehmen am "Cape Farewell" teil. Einer kommt vom Gymnasium Bad Nenndorf.

veröffentlicht am 17.06.2008 um 00:00 Uhr

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"Zuhören, sehen, verstehen und fühlen - ein Weg dorthin führt über die Kunst", erklärt Colin Izod vom British Council. Deshalb sind außer Wissenschaftlern auch Künstler mit an Bord, wenn die 28 Schüler, 18 Lehrer und Filmteams im Herbst mit einem russischen Expeditionsboot ihre Reise von Islandaus an der Südspitze von Grönland vorbei zur Insel Baffin (Kanada) antreten. Nach dem Debüt mit Schülern im vergangenen Jahr sind im Herbst noch mehr Jugendliche dabei - diesmal aus Mexiko, Brasilien, Kanada, Irland, Großbritannien und Deutschland. Regelmäßig werden die Schüler im Internet-Blog über ihre Reise, Erlebnisse und Erkenntnisse wie Korrespondenten berichten. Doch bevor es so weit ist, müssen die Schüler zahlreiche Vorbereitungen treffen. Am Freitag ist aus der Klasse 10 c nach mehreren Workshops mit Mitarbeitern des British Council ein sogenanntes fünfköpfiges "Green Team" ausgewählt worden, das fünf Funktionen von der Projektarbeit mit Grundschülern bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit steuern soll. Nico Angerstein, Svenja Hermann, Robert Path, Rahman Rotter und Arthur Weidenkeller bilden dieses Team, wie GBN-Schulleiterin Irmtraud Gratza-Lüthen mitteilt. Einer dieser Schüler wird vom British Council Ende Juli auserwählt, das Gymnasium und Deutschland auf der Klima-Mission zu vertreten. "Uns kommt es nicht darauf an, dass der beste und intelligenteste Schüler mitfährt. Es wird derjenige sein, der am besten kommunizieren kann", erklärt Izod. Nun müssen die fünf Schüler Videobotschaften anfertigen, die als maßgebliches Auswahlkriterium gelten. Der gesamte Klassenverband fungiert vor, während und nach "Cape Farewell" als unterstützende "Ground Crew", wie Matthew Beavers und Suba Subranamiam erklären. Das British Council in Deutschland übernimmt auchdie Kosten für die Fahrt der Deutschen Schüler. Die Aktion "Cape Farewell", 2003 gegründet und benannt nach der südlichsten Spitze Grönlands, will den heute jungen und später stark von den Klimaveränderungen betroffenen Menschen die Chance bieten, als Botschafter ihrer Generation über die Dringlichkeit der Probleme der Erderwärmung zu sprechen. Die Schüler sollen die Expeditions-Erfahrungen in ihren eigenen Worten kommunizieren und so ein Umdenken bewegen. "If there's a will -there's a way" (wo ein Wille ist, ist auch ein Weg), ist Izodüberzeugt.



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