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MS-Kranke treffen sich im Hofcafé Eggelmann in Gelldorf

Schaumburger Kontaktgruppe bietet Hilfe zur Selbsthilfe

Gelldorf (sig). Sich nicht gehen lassen, nicht aufgeben, sondern das Beste aus seiner Situation und aus seinem Leben machen - das nehmen sich die meisten Menschen vor, die an Multiple Sklerose (MS) erkrankt sind. Das gilt auch für die rund 50 Mitglieder der Schaumburger Kontaktgruppe, die sich monatlich einmal im Gelldorfer Hofcafé Eggelmann treffen.

veröffentlicht am 28.03.2007 um 00:00 Uhr

Sie leitet die MS-Kontaktgruppe Schaumburg: Kerstein Aumann.

Das größte Problem dieser Erkrankung des Gehirns und des Rückenmarks ist die Tatsache, dass es nach wie vor keine genaue Erkenntnis über die Ursache und auch noch keine Therapie gibt, mit der sich zuverlässig eine Heilung herbeiführen lässt. Zum Krankheitsbild gehören Sehstörungen, Taubheitsgefühle, Lähmungserscheinungen und Koordinationsprobleme. Diese Symptome treten meistens schubweise auf und können sich, besonders zu Beginn der Krankheit, teilweise oder vollständig zurückbilden. Als Hilfe zur Selbsthilfe versteht die Schaumburger Kontaktgruppe ihr Angebot, Erfahrungen und Informationen auszutauschen und natürlich auch über Probleme und Therapiemöglichkeiten zu sprechen. Beim Treffen in Gelldorf berichtete zum Beispiel Sabine Behrens von der Beratungsstelle des Landesverbandes über zwei neue Studien, die bei der Henrietten-Stiftung in der Landeshauptstadt laufen. Bei der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) würden, so Behrens, zurzeit noch Personen gesucht, die sich an einer Studie zur Erprobung eines weiteren Medikaments beteiligen möchten. Aus der Teilnehmerrunde kam sofort die Nachfrage nach den möglichen Nebenwirkungen. Bei der MHH befasst man sich zusätzlich noch mit Untersuchungen über den sinnvollen Einsatz von regelmäßigen Trainingseinheiten an bestimmten Sportgeräten. Im Hofcafé gab es auch einen längeren Austausch über die unterschiedliche Qualität von Rollstühlen. Bei so mancher kostenaufwendigen Lösung werde Geld zum Fenster hinausgeworfen, war zu hören. Für die Rollstuhlfahrer müsse in den Kommunen im Bereich der Straßenüberquerungen einiges gemacht werden. In Stadthagen sei man bereits mit dem Behindertenbeirat unterwegs gewesen, um Gefahrenstellen festzuhalten. Das müsse auch in anderen Orten geschehen, zumindest sollten die Hochborde an diesen Stellen durch Halbborde ersetzt werden.



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