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"Made in Rinteln": Chronometer vom Kirchplatz für Taucher auf den Seychellen

"Schaumburg Watch": Rintelner Uhr taucht bis in tausend Meter Tiefe

Rinteln (who). Die Uhrenkreationen des Wahl-Rintelners Frank Dilbakowski haben der Produktpalette aus der Weserstadt eine weitere Facette hinzugefügt. Der junge Unternehmer ist 1997 mit seiner Firma am Kirchplatz eingezogen und hat seitdem seine eigene neue Marke etabliert. Er hat sich unter dem klangvollen Namen "Schaumburg Watch, Lindburgh-Benson" auf das Marktsegment hochwertiger Uhren spezialisiert.

veröffentlicht am 30.08.2006 um 00:00 Uhr

Nach eigenen Design-Entwürfen lässt er Taucheruhren und Chronometer für Individualisten entstehen. Die Ideen des Unternehmers verschmelzen dabei mit rein mechanischen Schweizer Präzisionsuhrwerken zu unverwechselbaren Zeitmessern für hohe Praxis-Beanspruchung und auch für die Sammlervitrinen von Liebhabern. Bei fast unbegrenzten Variationsmöglichkeiten durch sechs verschiedene Gehäuseformen, Design und Ausstattung sind inzwischen 45 Uhren-Modelle entstanden. Dabei hat sich besonders die Produktlinie "Aquamatic" einen Namen gemacht. So könnte es sein, dass die Uhr, die ein Sporttaucher beim Ausflug in die paradiesische Unterwasserwelt der Seychellen oder Malediven am Arm trägt, aus Rinteln stammt. Schon die Aquamatic der ersten Generation hatüberzeugend bewiesen, dass sie hohen Ansprüchen gerecht wird. "Sie könnte praktisch dem Wasserdruck in über tausend Metern Tiefe standhalten", erklärt Frank Dilbakowski. Dafür garantiere das extrem starke Gehäuse mit einem Glas aus vier Millimeter starkem Saphirglas. Mit der nächsten Aquamatic-Konstruktionsreihe setzt Dilbakowski noch eins drauf. Die neuen Uhren sollen dann bis zu über 2000 Meter Tiefe ohne Probleme überstehen können. "Bei den Versuchen in einem wissenschaftlichen Institut hat die Aquamatic sogar schon 4000 Meter gutüberstanden", versichert der quirlige Konstrukteur und Unternehmer. Er ist zuversichtlich, noch weitere Steigerungen bis in den 6000-Meter-Bereich erzielen zu können. In Deutschland sorgen zurzeit zehn Konzessionäre für den Vertrieb der Schaumburg Watch. Ein großer Teil der aufwändigen Zeitmesser geht in den Export. "Wir haben zum Beispiel in Den Haag einen Kunden, der gilt als der Uhrenspezialist überhaupt", erklärt Murat Özoy mit unverhohlenem Stolz. Der junge Mitarbeiter am Firmensitz ist unter anderem auch Ansprechpartner der Auslandskunden in den Haupt-Abnehmerländer USA und Großbritannien sowie seit gut vier Wochen auch für den prominenten Händler aus dem niederländischen Den Haag. Zunehmend ordern Edeluhren-Kunden in Rinteln, die bislang viel Geld für bekannte Markennamen hingeblättert haben. "Viele davon steigen um, weil sie bei uns gleiche Qualität günstiger bekommen", hat Frank Dilbakowski festgestellt. Mit der neuen Linie "Private Label" zielt er darüber hinaus schon wieder auf eine weitere Käufergruppe - Einzelstücke gibt es zum Preis von unter 400 Euro. Anfang Dezember will "Schaumburg Watch" den nächsten Entwicklungsschritt machen. Frank Dilbakowski hat nämlich das Nachbarhaus mit der doppelten Nummer fünf und sechs gekauft. Mit dem Umzug sollen größere Teile der Fertigung am Kirchplatz konzentriert werden, erklärt er. Und auch eine eigene Testanlage für die Simulation von Tieftauch-Belastungen werde dann angeschafft, "damit wir unsere Versuche künftig in Eigenregie machen können". Internet: www.schaumburgwatch.com

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