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Ältester Schatz beim Treffen in Ohndorf stammt von der "Ponderosa"

Schaulaufen der Trecker-Oldies

Ohndorf (tes). Dröhnende Motoren und Pferdestärken satt: Mehr als 100 schwere Landmaschinen sind zum Treckertreff in Ohndorf zusammengekommen und haben bei Besuchern für bewundernde Blicke gesorgt. Die Teilnehmer lobten die gute Organisation durch den Treckerclub Samtgemeinde Nenndorf und die vorbildliche Zusammenarbeit.

veröffentlicht am 06.06.2008 um 00:00 Uhr

Auszeichnung für die besten Trecker: Heiner Rohrßen, Vorsitzende

Die Leidenschaft Treckerfahren eint Motorfreunde aus allen Berufssparten. Kein Weg scheint zu weit, um mit Gleichgesinnten zu fachsimpeln und die Fortschritte der eigenen Schrauberarbeit zu präsentieren. So stand eine Vielfalt an Trecker-Oldies aus Rehburg, Wiedensahl, Barsinghausen und Schaumburg. Eine Delegation aus Immensen (Burgdorf) war zum ersten Mal dabei und zog mit ihrem Korso samt Wohnwagen die Blicke auf sich. Trecker zu sammeln und zu restaurieren kann zur Sucht werden, warnte der Vorsitzende Heiner Rohrßen, der selbst drei imposante historische Ackerschlepper sein Eigen nennt. Obwohl der Smalltalküber Motoren, Technik und Pflege der historischen Fahrzeuge im Vordergrund stand, war beim Treckertauziehen auch Muskelkraft gefragt. Für Verpflegung war gesorgt. Den Ausschank übernahm die Landjugend. Um technische Fragen kümmerte sich der Profischrauber des Vereins, Emanuel Tobschirbel. Der Landmaschinenmechanikermeister freute sich besonders über das große Interesse der Kinder. Bei den alten Maschinen könne man noch genau sehen wie ein Motor funktioniert. "Das weckt die Neugier", erklärte der Experte. So erfülle das Treffen auch den Zweck, dem Nachwuchs den Spaß an technischen Berufen zu vermitteln. Die kostbarsten Modelle auf dem Platz schätzte Tobschirbel auf einen Wert von bis zu 80 000 Euro: "Die dienen schon mal als Altersvorsorge." Mit Rudolf Schönfelder, Besitzer eines kapitalen Lanz Bulldog, konnte der Treckerclub sein fünfzigstes Mitglied gewinnen. Tendenz steigend. Im Wettbewerb konnte sich jedoch ein Trecker an die Spitze setzen, dessen Marke auch im Pkw-Metier in der obersten Klasse mitspielt: der Porsche "Junior" kurz von Friedhelm Sieveritz. Der Kolenfelder revanchierte sich mit einem dicken Lob an das Organisationsteam um Heiner Rohrßen. Die Plätze zwei und drei gingen an die Vereinsmitglieder Karl Heinz Block und Johannes Tegtmeier. Dasälteste Ausstellungsstück, ein "Stock", Baujahr 1934, steht sonst auf der Ohndorfer "Ponderosa"-Ranch - neben 16 weiteren Treckern. In den letzten Jahren sei die Resonanz kontinuierlich gewachsen, freute sich Rohrßen über den Trubel auf dem Gelände. Dass es sich lohnt, alle zwei Jahre nach Ohndorf zum Treckertreffen zu kommen, hat sich herumgesprochen. Bleibt nur ein Problem: Der Platz ist zu klein geworden.

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