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"Schalltechnische Untersuchung" für Edeka-Markt liegt jetzt vor / Asphaltparkplatz und "Flüsterwagen"

Schallschützer empfiehlt Maßnahmenbündel

Bad Eilsen (tw). Professor Dr.-Ing. Klaus Beckenbauer hat seine Hausaufgaben gemacht: Der Bielefelder Experte hat die - ausformulierte - "Schalltechnische Untersuchung" für den von der Edeka-Miha Immobilien Service GmbH geplanten Neukauf an der Arensburger Straße vorgelegt. Wie berichtet, hatte der Bauausschuss, dem die zwei bisherigen "Stellungnahmen" Beckenbauers zu dürftig waren, ein "echtes" Gutachten gefordert - dabei aber offen gelassen, wer es erstellen soll.

veröffentlicht am 03.11.2006 um 00:00 Uhr

"Flüsterleise" Einkaufswagen und ein ebener Asphaltparkplatz kön

Wie auch immer. Verbrieft und besiegeltes Fazit für den Schallschutz-Experten in seinem nunmehr 16 Seiten starken und dazu noch mit zahlreichen Plänen und Statistiken angereicherten Papier: "Die schalltechnische Untersuchung hat gezeigt, dass die vorgegebenen Immissionsrichtwerte tags und nachts (...) bei geeigneter Ausführung der empfohlenen Schallschutzmaßnahmen an den betrachteten Immissionsorten eingehalten werden." Die empfohlenen Maßnahmen: Das sind laut Beckenbauer zunächst das Asphaltieren des Parkplatzes und der Einsatz von Einkaufswagen mit "flüsterleisen" Laufrollen, wie sie unter anderem die Metallwarenfabrik Wanzl mit Sitz in Leipheim fertigt (wir berichteten). Kommt hinzu: Der Abstellplatz für den Papierpress-Container auf der Südseite des Marktes muss mit einer Lärmschutzwand nach Westen und Süden abgeschirmt werden; der Schutz der Nordseite werde durch das Marktgebäude selbst gewährleistet. Beckenbauer: "In südliche Richtung ist im Anschluss an das Marktgebäude eine drei Meter nage Lärmschutzwand anzuschließen, die nach drei Metern in nördliche Richtung abknickt und etwa sieben Meter parallel zum Marktgebäude verläuft." Ihre Höhe müsse drei Meter betragen. Außerdem müssen nach Dafürhalten des Schallschützers folgende "Randbedingungen" eingehalten werden: Zur Nachtzeit - zwischen 22 und 6 Uhr - muss auf ein Beliefern des Marktes verzichtet werden; anderenfalls werde der zulässige Geräuschpegel überschritten. Verzichtet werden müsse aber auch auf"geräuschintensive Veranstaltungen" außerhalb des Gebäudes. Last, but not least müsse beim Aufstellen von Altglascontainern darauf geachtet werden, dass eine schallgeschützte Ausführung zum Einsatz kommt und den Bürgern der Einwurf von Altglas bei Nacht untersagt wird. Edeka hat das Gutachten an die Politiker Dagmar Söhlke (CDU), Christel Bergmann (SPD) und Dr. Willi Dreves (CDU) verschickt; jeweils eine weitere Ausfertigung haben Bürgermeister Horst Rinne, Planer Thomas Zerner und Architekt Hans-Dieter Söfker erhalten. Allerdings: Ob insbesondere die Politiker die "Schalltechnische Untersuchung" respektive das von Beckenbauer errechnete Ergebnis akzeptieren oder aber ein weiteres Gutachten von anderer Stelle einfordern, bleibt abzuwarten ...

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