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Förderverein Schloss Rodenberg: Vorsitzender gibt Amt im April auf / Auseinandersetzung mit der Stadt

Schales: "Die sieben fetten Jahre sind vorbei"

Rodenberg (bab). Der Vorsitzende des Fördervereins Schloss Rodenberg, Erich Karl Schales, will sein Amt im kommenden April abgeben. Das hat er in einem Brief an die Mitglieder und die Presse angekündigt. Schales, der die Ausgrabungen der Wa llanlagen geleitet hat, will den Posten nach acht Jahren aus gesundheitlichen Gründen aufgeben. Der Vorsitzende macht Differenzen mit der Stadt dafür verantwortlich, dass die Jahresversammlung auf das nächste Jahr verschoben wird.

veröffentlicht am 20.12.2007 um 00:00 Uhr

Erich Karl Schales

Nachdem er einen schweren Herzinfarkt erlitten und ein Zehntel seines Lebens dem Projekt gewidmet habe, sei es an der Zeit, in den endgültigen Ruhestand zu treten, schreibt Schales. Gegen den ärztlichen Rat werde er aber seine Aufgaben zu Ende führen und sich bemühen, den Verein und das Freilichtmuseum im April an einen neuen Vorstand zu übergeben. Der Vorsitzende will eine verbindliche Vereinbarung zwischen Verein und Stadt mit eindeutiger Abgrenzung der Aufgaben. Diese soll bis zur Mitgliederversammlung im April getroffen werden. Es sei in diesem Sommer nicht sinnvoll gewesen, eine Mitgliederversammlung einzuberufen, da sie möglicherweise zur Eskalation geführt hätte, begründet Schales. Als Ursache gibt er Probleme mit der Stadt an. Diese habe verlangt, das Büro an der Allee 48 im April 2007 zurückzugeben und die Kosten für zwei Heizperioden von 1600 Euro zu übernehmen. Der Vorsitzende deutet an, dass die Angelegenheit möglicherweise zur Vereinsauflösung geführt hätte. Der Förderverein habe bis zum Herbst auf eine positive Entscheidung der Stadt warten müssen. Bis zum 15. Mai 2008 könne der Verein nun in dem Büro bleiben, so Schales. Da die Staatsanwaltschaft Bückeburg eine "außerordentliche, zweckbezogene Zuwendung in Aussicht gestellt" hat, habe der Verein angeboten, die Heizkosten für die laufende Saison zu übernehmen. "Zugleich habe ich die Stadt deutlich darauf hingewiesen, dass der Verein auch in Zukunft eine geeignete Räumlichkeit zur Unterbringung und Bearbeitung seines umfangreichen Aktenbestandes und der zahlreichen Schautafeln benötigt", schreibt der Vorsitzende. In seinem vierseitigen Bericht gibt Schales einenÜberblick über die Tätigkeit des Vereins. Trotz ausgefallener Sitzung erhalten die Mitglieder einen Überblick über Arbeiten, Aktionen und Projekte. Auch das Protokoll der Mitgliederversammlung von 2006 und Spendenbescheinigungen wurden beigefügt. Schales unterrichtet die Mitglieder darüber, dass die "sieben fetten Jahre am 30. November" zu Ende gegangen seien. Drittmittel seien kaum zu erwarten. "In Zukunft müssen wir uns einschließlich der Mitgliedsbeiträge auf jährliche Einnahmen von maximal 2500 Euro einstellen." Der künftige Vorstand werde mehr als bisher auf Zuwendungen angewiesen sein. Einen Zuschuss für ein neues Dach des Rondells hat Schales bereits beantragt.



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