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Leserreise unserer Zeitung: 50 Schaumburger auf Hauptstadt-Tour / Zu Gast bei einer Bundestagssitzung und live im ZDF-Morgenmagazin

Schäuble über Edathy: "Das ist mein oberster Chef"

Landkreis/Berlin. Schlagfertig ist er ja, der Wolfgang Schäuble. Als der Bundesinnenminister im Paul-Löbe-Haus des Berliner Regierungsviertels an der Reisegruppe aus Schaumburg vorbeikommt, nimmt er sich Zeit für ein gemeinsames Foto. Das kommt gut an bei den Schaumburgern. Und beim dazugehörigen Bundestagsabgeordneten obendrein: "Das ist mein oberster Chef", stellt Schäuble der Reisegruppe mit einem verschmitzten Blick Sebastian Edathy vor, den Vorsitzenden des Bundestags-Innenausschusses. Der nimmt's still zur Kenntnis und quittiert diese Interpretation des Kräfteverhältnisses mit einem zufriedenen Lächeln.

veröffentlicht am 18.11.2006 um 00:00 Uhr

Auf Tuchfühlung mit dem Bundesinnenminister: Im Paul-Löbe-Haus n

Autor:

Christiane Riewerts

Auf Tuchfühlung mit einem Bundesminister, den es eine gute Stunde zuvor noch von der Besuchertribüne des Bundestags im Plenum zu erspähen galt: Das ist einer der vielen Momente der Berlin-Fahrt, die in Erinnerung bleiben werden. Auf Einladung des heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten Sebastian Edathy undunserer Zeitung haben 50 Schaumburger drei unterhaltsam-informative Tage in der Hauptstadt verbracht. Aus Bückeburg und Rinteln kamen sie, aus Obernkirchen, Luhden oder Hattendorf. Die Jüngste gerade mal 20, der Älteste über 80. Geschwister, Freunde, Ehepaare oder der Vater mit seiner Tochter. Eine bunt gemischte Gruppe war es, für die Edathy-Mitarbeiterin Birgit Menzel ein dicht gestecktes Bildungsprogramm bis ins letzte Detail perfekt organisiert hatte. Ihre Fahrkarten hatten sich die Mitreisenden durch die erfolgreiche Teilnahme am Berlin-Quiz unserer Zeitung redlich verdient. In fünf Runden hatten die Leser Multiple-Choice-Fragen zu den einzelnen Programmpunkten der Fahrt zu beantworten. Dass die Willy-Brandt-Skulptur in der SPD-Parteizentrale nur schwerlich vom bereits 1519 verstorbenen Leonardo da Vinci erschaffen worden sein konnte (sondern stattdessen vom deutschen Gegenwartskünstler Rainer Fetting) und dass Deutschland tatsächlich 16 Bundesländer hat (und nicht etwa 15 oder 17), waren dabei zwei der insgesamt nicht unumschiffbaren Klippen. Zur Belohnung gab es eine all-inclusive-Reise in das politische Machtzentrum Deutschlands mit einem umfassenden politischen Programm. Die Führung durch das Bundesratsgebäude, das Informationsgespräch im Lagezentrum des Bundesinnenministeriums, der Besuch des Willy-Brandt-Hauses (SPD-Parteizentrale), die Teilnahme an einer Plenarsitzung des Deutschen Bundestags und zum Abschluss die Diskussion mit MdB Edathy - noch mehr Politik passt in drei Tage kaum rein. Von vielen Teilnehmern als besonders bewegend empfunden wurde zudem die Führung durch die Gedenkstätte Deutscher Widerstand im so genannten Bendlerblock. Eindrucksvoll und behutsam zugleich schilderten hier Mitarbeiter der Gedenkstätte das Schicksal der Hitler-Attentäter um Claus Schenk Graf von Stauffenberg. Eine dreistündige Stadtrundfahrt - unter anderem durch Kreuzberg, vorbei am Checkpoint Charlie und über die abendlich beleuchtete Prachtstraße Unter den Linden - war eine tolle Erfahrung vor allem für diejenigen, die noch nie oder schon seit Jahren nicht mehr in der Hauptstadt gewesen waren. Zeit für einen privaten Bummel auf eigene Faust über den Kudamm oder durchs Sony-Center am Potsdamer Platz blieb auch, wegen des umfassenden Programms aber nur in den Abendstunden. Hinzu kam als besonderes Bonbon noch der Besuch beim ZDF-Morgenmagazin. Im Hauptstadtstudio am Zollernhof blickten die Schaumburger nicht nur hinter die Kulissen der Fernsehproduktion, sondern boten an den gemütlich gedeckten Frühstückstischchen selber die gelungene Live-Kulisse für das Moderatoren-Team aus Christian Sievers und Patricia Schäfer. Besonders hautnah wurde der TV-Kontakt für unsere Mitarbeiterin Kerstin Lange aus Rinteln und Reiseteilnehmer Reinhard Golsch aus Bückeburg: Beide wurden auf dem Frühstücksfernseh-Sofa von Christian Sievers zum Thema Ladenschlusszeiten befragt. Und machten dabei eine gute Figur (siehe auch Seite 23). Immer wieder nahm sich Edathy trotz der voll gepackten Sitzungswoche Zeit für seine Gäste. Gleich zum Auftakt im Willy-Brandt-Haus begrüßte er die Gruppe aus Schaumburg, zum Abschluss der drei Tage stellte er sich den Fragen der Gruppe. Und auch zwischendurch war Edathy immer wieder mal beim Essen dabei, zu einem Plausch auf die Schnelle. So nahmen die Berlin-Fahrer außer vielen politischen Informationen auch von ihrem Bundestagsabgeordneten einen ganz persönlichen Eindruck mit nach Hause. Und natürlich von Wolfgang Schäuble.

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