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Gedenktafel an Vertriebene beschmiert

Schändung auf dem Jetenburger Friedhof

Bückeburg (gp). Dummheit, Gedankenlosigkeit, oder bewusste Provokation? Was immer auch den- oder diejenige(n) zu den Schmierereien auf dem Jetenburger Friedhof bewegt haben mag - eine nachvollziehbare oder gar entschuldbare Erklärung dafür gibt es nicht. Die Kritzeleien verhöhnen das Andenken an jene 89 Männer, Frauen und Kinder, die Ende 1946 während der Vertreibung aus ihrer schlesischen Heimat auf grauenvolle Weise umgekommen sind. Das jüngste Opfer, der kleine Reinhard Hoppe, wurde gerade mal vier Monate alt. Auf der beschmierten Informationstafel ist der Leidensweg der hier ruhenden Toten dokumentiert.

veröffentlicht am 09.06.2007 um 00:00 Uhr

Bei der Polizei Bückeburg lag gestern noch keine Anzeige über die Schändung oder Störung der Totenruhe vor. Angaben zum Zeitpunkt oder Hintergründen konnten daher nicht gemacht werden.



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