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Zwar im Tierheim wiedergefunden / Schnelle Herausgabe des Tieres scheitert aber

Schäferhund-Welpe "Becks" auf Abwegen

Bückeburg (rc). Das waräußerst ärgerlich für Carmen Wenzel und ihre Familie: Kurz vor der lange geplanten Fahrt zu einer Hochzeit entwischte der gerade zur Familie gekommene Schäferhundwelpe "Becks". Nach kurzer Suchaktion konnte zwar das Polizeirevier Bückeburg helfen, denn dort war der 13 Wochen alte Hund kurz zuvor abgegeben und ins Tierheim gebracht worden. Im Tierheim aber stieß die Besitzerin auf Granit. Die Herausgabe sei nicht möglich, da keine Öffnungszeit sei, lautete dort die Auskunft.

veröffentlicht am 08.11.2007 um 00:00 Uhr

Weil "Becks" auf Abwegen war und ins Tierheim gebracht wurde, mu

Nach vielem Hin und Her endete es schließlich damit, dass die Wenzels ohne Becks starteten und sich in der Zwischenzeit Bekannte um die Herausgabe und Versorgung des Hundes kümmern mussten. Carmen Wenzel: "Für uns war es unbegreiflich, und der Kleine hat uns sehr gefehlt. Wer sich Tierfreund nennt, sollte im Sinne der Tiere entscheiden. Dann klappt es auch mit großzügigeren Spenden." Es gehe nicht an, dass sich Herrchen und Frauchen an der Heimtür die Nase plattdrückten und "ratsch die Gardinen zugezogen" würden: "Fort Knox, bis auf die merkwürdigen paar Öffnungszeiten." Zum Anfang: Hektisch ging es zu, als die Koffer für die Fahrt gepackt wurden. Auch der Welpe roch, was los war, rannte aufgeregt hin und her. Und war auf einmal spurlos verschwunden. Die Suche auf den bekannten Spazierwegen und Stellen blieb erfolglos. Als letzte Rettung ging es zur Polizei, die tatsächlich helfen konnte. "Was für ein Glück -sollte man meinen", freute sich Carmen Wenzel zu früh. Denn der Anruf der Polizei beim Tierheim -über die Notfallnummer - war niederschmetternd. Ein Abholen des Tieres sei nicht möglich, da keine Öffnungszeit sei. Die wäre erst Morgen zwischen 15 bis 17 Uhr. Dann wurde aufgelegt. Angesichts der bevorstehenden dreitägigen Fahrt zur Hochzeit und entsprechenden Erklärungen starteten die freundlichen Polizeibeamten einen zweiten Versuch. Sie schilderten die besondere Situation und baten um eine Ausnahme. Wenzel: "Daraufhin war im Raum ein klares und unnachgiebiges Nein zu hören." Gefolgt von dem Hinweis, dassohne Vollmacht der Hund auch die drei Tage dort eingesperrt bleibt. Wenzel: "Wir haben schließlich ohne ihn fahren müssen." Das Ende der Geschichte: Am folgenden Tag wird der Hund von einem Bekannten, ausgestattet mit einer Vollmacht, abgeholt und abends an eine Bekannte weitergegeben, die den Welpen die weiteren Tage betreut. Übrigens: Im Nachhinein stellte sich auch heraus, wie "Becks" zur Polizei gekommen ist. Freundlichen Nachbarn, die vom Familienzuwachs der Wenzels noch nichts mitbekommen hatten, war der scheinbar herrenlose Herumtreiber aufgefallen. Sie brachten den Hund zur Wache. Carmen Wenzel: "So schnell kannes kommen, und so lange kann es dauern..."



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