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Jan Helmer gewinnt in seiner Altersklasse souverän

Schachspieler im Stadion

Hameln/Paderborn. In der Benteler Arena des frischgebackenen Fußball-Bundesligisten

veröffentlicht am 12.06.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 15.11.2016 um 08:39 Uhr

SC Paderborn 07 trafen sich 159 Teilnehmer zum königlichen Schachspiel. Der „Blaue Springer Paderborn“ hatte zur Jugendopen zu neun Runden Schnellschach (15 Minuten pro Spieler und Partie) eingeladen. Neben Top-Spielern aus Nordrhein-Westfalen, Hessen und Thüringen versuchten sich auch zwei Niedersachsen im Kampf um die begehrten Pokale in fünf Altersklassen. Die ersten Bretter wurden in der Einlauf-Zone der Fußball-Spieler durchgeführt und dabei nicht nur live ins Internet übertragen, sondern auch auf die großen Video-Projektionswände im Stadion. Für die mitgereisten Zuschauer ein besonderes Erlebnis. Morris Schütte von der KSV Rochade Göttingen und Jan Helmer vom Hamelner SV waren dabei. Mit der höchsten ELO-Zahl startete er von Platz 1 der Setzliste im U12-Turnier, dicht gefolgt von drei sehr starken Paderborner Musketieren des gastgebenden Vereins: Moritz Brockhoff, Noah Stirnberg und Niklas Schlangenotto wurden bereits im Jahr 2012 deutsche U10 Vize-Mannschaftsmeister und 2013 deutsche U10-Mannschaftsmeister.

Nach drei souveränen Runden, in denen Jan jeweils gewann, stand die erste Bewährungsprobe auf dem Programm: Im komplizierten Turm-Läufer-Endspiel konnte Jan einen Bauern gewinnen, musste aber viel rechnen und

vergaß dabei die Uhr zu drücken. Mit 5 Sekunden Restzeit gewinnt Jan ein hochdramatisches Spiel und führt die U12-Gruppe mit 4 Punkten aus 4 Partien an. In Runde 5 wartet der nächste Paderborner auf Jan: Noah Stirnberg. Nach 17 Zügen und 4 Zügen vor dem Matt gibt Noah frustriert auf. In Runde 6 zelebriert Jan Schach vom Feinsten. Gegen einen Überraschungsspieler aus Bielefeld zwingt er den Gegner in ein Mattmotiv, das er im Training geübt hatte. In Runde 7 wartet Niklas Schlangenotto. Gegen ihn spielt er Remis. In Runde 8 trifft Jan auf das erste Mädchen, Kirsten Bünte, die ausgeglichene Partie entscheidet sich nach ihrer Zeitüberschreitung. Doch Jan gibt auch in der letzten Runde noch einmal alles. Zwei Züge vor dem Matt gibt der Gegner auf. Damit erreicht Jan 8,5 Punkte aus 9 Runden und gewinnt ungeschlagen mit 1,5 Punkten Vorsprung auf Niklas Schlangenotto und zwei Punkten vor Moritz Brockhoff souverän das Turnier.

Niklas Schlangenotto, Jan Helmer und Moritz Brockhoff.


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