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Studio Landgraf mit Gerd Silberbauer auf Einladung des Kulturvereins

"Schachnovelle" - Bestseller kommt auf die Rathaussaalbühne

Bückeburg. Stefan Zweigs letztes Werk, das er kurz vor seinem Freitod am 23. Februar 1942 im brasilianischen Exil schrieb, ist zugleich sein polulärstes: "Die Schachnovelle". Millionen Leser haben das Buch, das in 35 Sprachen übersetzt wurde, geradezu verschlungen. Es war nur eine Frage der Zeit, wann es - nach der Verfilmung - auch fürs Theater entdeckt würde. 2004 wurde Helmut Peschinas Bühnenfassung uraufgeführt und "frenetisch bejubelt" (wie der "Wiener Kurier" schrieb).

veröffentlicht am 16.02.2007 um 00:00 Uhr

In Bückeburg ist die "Schachnovelle" am Sonnabend, 24. Februar auf der Bühne des Rathaussaales zu sehen, Beginn 20 Uhr. Auf Einladung des Kulturvereins gastiert dort ein Ensemble des Euro-Studio Landgraf. Frank Matthus führt Regie, die Hauptrolle spielt Gerd Silberbauer. Zum Inhalt: Zwei Schachspieler, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, begegnen sich durch Zufall an Bord eines Südamerikadampfers. Der eine ist der Schachweltmeister Mirko Czentovic, Sohn eines südslawischen Donauschiffers, dessen außergewöhnliche Begabung für das Schachspiel zufällig entdeckt wurde, dessen "Unbildung jedoch auf allen Gebieten universell ist" (wie es im Buch heißt). Der andere ist Dr. Bertram, ein kultivierter Anwalt. Er hat - wie er einem Mitreisenden erzählt - das Schachspiel in der Einsamkeit einer Gefängniszelle erlernt. Von der Gestapo war er in Isolationshaft genommen worden. Nach einiger Zeit war es ihm gelungen, ein Buch zu stehlen; es war nicht, wie er gehofft hatte, ein Roman, sondern eine Sammlung von hundertfünfzig Schachpartien. Um sich die zermürbende Einsamkeit zu erleichtern, spielte Dr. Bertram die Partien nach, die karierte Bettdecke als Schachbrett und Brotkrumen als Schachfiguren nutzend. Auf dem Schiff wagt er, der Schach immer nur in seiner Phantasie gespielt hat, erstmals eine reale Schachpartie. Der Kartenvorverkauf für das Schauspiel hat beim Kulturverein, Schlossplatz 5, Telefon (0 57 22) 3610 begonnen.

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