weather-image
23°
"Geo-Caching" lockt Besucher auf den Spuren von "Ritter Totholz" nach Hohenrode

Satelliten helfen bei moderner "Schatzsuche"

Hohenrode (wm). Dass auf der Hünenburg in Hohenrode schwarze Messen veranstaltet werden - wie von der Polizei im Rahmen einer Ermittlung vermutet - davon hat in Hohenrode noch niemand etwas gehört. Dafür kennen die Hohenroder "Schatzsucher", die mit starrem Blick auf ihr GPS, ihr satellitengestütztes Navigationsgerät, suchend durch den Wald irren. Ein harmloses Hobby, "Geo-Caching" genannt und eines, dass, wie man im Internet nachlesen kann, immer mehr Anhänger findet. Es ist im Grunde von der Idee nicht anderes als die gute alte Schnitzeljagd, nur eben mit Hightech-Gerät und - wie könnte es anders sein - in den USA erfunden worden.

veröffentlicht am 03.03.2007 um 00:00 Uhr

Das ist der "Schatz" des Ritters Totholz in Hohenrode. Große Bit

Gesichtet wurden in Hohenrode auf der Suche nach dem "Schatz" an der Hünenburg schon Besucher als Salzgitter wie Dortmund, Hannover, Oeventrup wie aus dem nahen Umland. Allen Schatzsuchern gemeinsam ist die Erkenntnis, dass es in Hohenrode ganz schön steil aufwärts geht. So schreibt die "Gräfin" im Internet: "Mit letzten Kräften haben wir den Berg erklommen." Es ist ein Hobby, dasübrigens auch dem Tourismus dient, wie man lesen kann, so stellt ein Schatzsucher im Internet fest: "Eine tolle Gegend, danke für diesen Ausflugstipp ins schöne Schaumburger Land." Und weil jede Schatzsuche ihre Geschichte braucht, hat auch die Schnitzeljagd per GPS in Hohenrode eine wunderschöne, in der ein "Ritter Totholz" die Hauptrolle spielt. Die Spielregeln sind einfach: Es gilt per Satellitennavigation bestimmte Punkte im Gelände anzusteuern, wo eine weitere Aufgabe, ein Rätsel, wartet. Ist das gelöst, geht es zur nächsten Station. In Hohenrode ist eine Station beispielsweise das Wasserrad - hier müssen die Speichen gezählt werden. Am Ende warten auf die Schatzsucher allerdings keine Goldstücke, dafür alle möglichen anderen Gegenstände, die andere Schatzsucher in ein wasserdichtes Behältnis zu einem "Logbuch" gelegt haben - in dem sich jeder erfolgreiche Schatzsucher einträgt. Wer will, darf einen Teil des "Schatzes" mitnehmen, wenn er im Gegenzug selbst etwas hinterlegt. Weitere "Schätze" können Geo-Cacher übrigens unter anderem am Klippenturm, an der Pagenburg und in der Nähe von Rumbeck finden.

Endspurt: Es geht steil bergan, findet auch unser Praktikant Mic
  • Endspurt: Es geht steil bergan, findet auch unser Praktikant Michel Milster.
Ein Blick auf das GPS zeigt: Hier ist die richtige Station. Hint
  • Ein Blick auf das GPS zeigt: Hier ist die richtige Station. Hinter dem Schild befindet sich der nächste Hinweis.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare