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Rettungswagen kommen kaum durch / DRK in großer Sorge / Bernd Insinger verspricht Abhilfe

Sanis im Stau: "Chaos" vor AWS-Annahmestelle

Bückeburg (mig). Sanis im Stau: Kaum ist die AWS- Dauerannahmestelle an der Kreuzbreite 57 offiziell eröffnet worden, gibt es auch schon die ersten Beschwerden. An den ersten beiden Termine im Februar stauten sich die Anlieferfahrzeuge teilweise bis "Mobile Partners", Krankenwagen von der DRK-Rettungswache gegenüber kamen nur langsam voran.

veröffentlicht am 11.02.2008 um 00:00 Uhr

Mit diesem Andrang hatte keiner gerechnet. Mehrere hundert Wagen wollten an den ersten beiden Februarterminen ihren Sperrmüll, Problemabfall oder Elektrogeräte abgeben, das Interesse war riesengroß. Weil die Kreuzbreite aber eine Sackgasse ist, kamen die Autos kaum voran; einige Halter nutzten sogar umliegende Parkplätze, um die Dependance der AWS (Abfallwirtschaftsgesellschaft Landkreis Schaumburg) zu Fuß zu erreichen. "Es waren chaotische Zustände", beobachtete Thomas Beckmann von der gegenüberliegenden DRK-Wache: "Die Bürger sind möglicherweise noch nicht mit den Öffnungszeiten vertraut." Auch an Tagen, an denen die AWS nicht geöffnet hat, kämen Fahrzeuge, die ihren Müll loswerden wollten. Sorgenbereitet dem Wachenleiter vor allem ein Szenario: "Bei dem Stau brauchte einer unserer Wagen einige Minuten, bevor ihm die anderen Fahrzeuge Platz gemacht hatten." Weil die DRK-Wagen in einem Notfall zügig abrücken müssen, drängt Beckmann auf eine Lösung. Das AWS-Dilemma ist dem Landkreis (von dem Freitag keine Stellungsnahme mehr zu bekommen war) bekannt. Ein Vertreter der Stadt und auch die Polizei waren vor Ort, um sich ein Bild zu machen. "Wir sind im Kontakt mit dem Kreis," sagt Beckmann und schlägt vor: "Vielleicht könnte man die Öffnungszeiten verlängern, um die Situation zu entzerren." Aber nicht nur die Sanis bleiben im Stau stecken. Ein Problem stellt die Situation auch für die Geschäfte dar. Weil Kunden diese an den beiden Dienstagnachmittagen nur mit Mühe erreichen konnten, habe es sogar schon Beschwerden gegeben, berichtet eine Mitarbeiterin. Ihr Vorschlag: die Einrichtung zusätzlicher Annahmetage. Auch im Bau- und Umweltausschuss war der Ansturm bereits Thema. Dort wies Ausschuss-Chef Bernd Insinger, in Personalunion Geschäftsführer der AWS, darauf hin, dass die AWS bereits bei jeder Eröffnung einer Annahmestelle die Erfahrung gemacht habe, dass es in den ersten Tagen zu einem verstärkten Ansturm kommt. "Das normalisiert sich nach zwei bis drei Annahmetagen." Bei den Annahmetagen gleich nach der Eröffnung habe die AWS umgehend reagiert, als das Problem von den Mitarbeitern vor Ort durchgegeben worden war. Umgehend sei alles verfügbare Personal nach Bückeburg gerufen und zum Einsatz gebracht worden. Der AWS sei die "sensible Lage" mit der Rettungswache gleich gegenüber bekannt. Es werde alles getan, damit es nicht mehr zu Problemen kommt. Termine der AWS: immer der erste und dritte Dienstagnachmittag (13.30 bis 18 Uhr).



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