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Bauausschuss: Einsparungen bei Kosten für Rannenberger Straße

Sanieren, ja - aber wie teuer?

Rannenberg (rnk). Weil die Sanierung der Rannenberger Straße nach der Ausschreibung mit 86 000 Euro deutlichüber zehn Prozent über der kalkulierten Summe lag, musste nachgearbeitet werden: Fünf Möglichkeiten, die Kosten zu senken, stellte das Ingenieurbüro Kirchner in der Sitzung des Umwelt- und Bauausschusses vor.

veröffentlicht am 15.01.2008 um 00:00 Uhr

Vor der Sanierung: die Rannenberger Straße. Foto: rnk

Drei Einsparvorschläge wurden gar nicht diskutiert, weil Heinrich Wente (WGA) sofort erklärte, sie alle wären im Rahmen der Dorferneuerung "ausdrücklich gewünscht". Verworfen wurden daher eine Reduzierung der Ausbaulänge um 30 Meter (Einsparpotenzial 4400 Euro), der Verzicht auf eine Pflasterfläche (2500 Euro)sowie die Reduzierung der Pflasterstreifen auf zwei Reihen (8700 Euro). Wählen durften die Ausschussmitglieder noch unter zwei Möglichkeiten, den Haushalt zu schonen: dem Ausbau der Bauklasse IV und einer Kombination zwischen Hoch- und Tiefbau. Wie Ralf Ottermann vom Ingenieurbüro Kirchner mitteilte, sind beide Möglichkeiten allerdings nicht aufsattelbar, es muss sich also für eine entschieden werden. Im Bauausschuss fiel die Entscheidung schnell: Variante 5 soll umgesetzt werden, auch weil sie mit 64 500 Euro deutlich mehr Sparpotenzial bietet als Variante 4 mit 22 200 Euro. Für den Ausbaubereich zwischen der Einmündung "Zur Hünerburg" und dem Bauende scheidet mit Blick auf die vorhandene Höhensituation ein Hocheinbau aus, erklärte Ottermann bei der Variante 5. Der vorhandene Unterbau sei jedoch ausreichend, so dass alternativ eine Kombination von Hoch- und Tiefeinbau möglich sei. Zu diesem Zweck müsse die vorhandene bitume Decke um 14 Zentimeter abgefräst und abgetragen werden, danach werde lediglich eine bitume Tragschicht von zehn Zentimetern und eine Asphaltbetonschicht von vier Zentimetern aufgebracht. Herausgerechnet wurde dabei auch eine Asphaltbinderschicht. Die Pläne sollten dem Arbeitskreis Dorferneuerung vorgestellt werden, empfahl Wente. Und handelte sich energischen Widerspruch von Bürgermeister Thomas Priemer ein: Das wäre durchaus gerechtfertigt, "aber wir können nicht so weit gehen, dass wir deswegen die Beschlüsse hier verschieben. Auch ein Planer muss bezahlt werden, jeder Sondertermin kostet Geld. Es wäre schön, wenn der Arbeitskreis heute hier dabei gewesen wäre". Von einer Verschiebung des Beschlusses könne keine Rede sein, gab Wente nach.

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