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Serie "Ortsvorsteher" / Heute: Rüdiger Teich

Sandsäcke für den nächsten Starkregen

Rolfshagen (la). Seit November 2006 ist Rüdiger Teich Ortsvorsteher in Rolfshagen. In dieser Funktion ist er das Bindeglied zwischen den gut 1800 Einwohnern und der Gemeinde Auetal. Er hat immer ein offenes Ohr für deren Wünsche und Sorgen und die sind vielfältig.

veröffentlicht am 07.06.2008 um 00:00 Uhr

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Jeden Donnerstag von 18 bis 19 Uhr bietet Teich eine Sprechstunde in seinem Ortsvorsteherbüro in der ehemaligen Schule in Rolfshagen an. "In den letzten zwölf Monaten sind die Besucherzahlen erheblich angestiegen", erzählt er. Zwischen sieben und acht Einwohner kommen wöchentlich. "Es waren auch schon mal 14", erinnert sich Teich. Beim Ortsvorsteher können die Rolfshäger neue Personalausweise beantragen und abholen. "Älteren Menschen bringe ich die Unterlagen auch nach Hause", sagt Teich. Kostenlos werden Wertstoffsäcke ausgegeben. Auch Sandsäcke, noch nicht gefüllt, gibt es im Ortsvorsteherbüro kostenlos. "Bei dem Wetter müssen wir mitdem nächsten Starkregen rechnen, und dafür sorge ich vor", sagt Dieter Bredemeier, der die Sprechstunde am Donnerstag nutzt, um sich für den nächsten Gewitterregen mit Sandsäcken einzudecken. Gotthard Simikin holt seinen neuen Personalausweis ab. "Warum soll ich dafür extra nach Rehren fahren, wenn ich hier zu Fuß hingehen kann? Bei den Spritpreisen muss das nicht sein", so Simikin. Dem stimmen einige weitere Rolfshäger zu. Genau zehn sind es an diesem Donnerstag, die Rüdiger Teich in seinem Büro aufsuchen. Aber nicht nur Formalitäten, sondern auch jede Menge Anregungen, Wünsche und Sorgen werden an den Ortsvorsteher herangetragen. Anfragen, ob Grabstätten aufgehoben werden können, wann wieder Gräben geräumt, Gullys gereinigt oder Grünflächenarbeiten von der Gemeinde ausgeführt werden. Teich schreibt jede Meldung auf, trägt sie der Gemeinde vor und kontrolliert auch, ob die Aufgaben erledigt wurden und in welchen Zeitraum. "Es sind mehr Beschwerden geworden, die an mich herangetragen werden. Allerdings ist das auch unterschiedlich. Manche Bürger erledigen Grünflächenarbeiten auf Gemeindegrundstücken vor ihrer Tür selber und andere erwarten, dass die Gemeinde alles erledigt und das natürlich möglichst sofort", so Teich. "Wir haben 16 Ortsteile und eine riesige Fläche, da können die Mitarbeiter des Bauhofes nicht überall zur gleichen Zeit sein", sagt Bürgermeister Thomas Priemer. Allerdings wolle man in diesem Jahr einen Schwerpunkt auf Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen legen, daher habe die Gemeinde bereits reagiert und zwei neue Mitarbeiter für den Bauhof eingestellt. Allerdings nur befristet für sechs Monate. Der Ortsvorsteher weist noch einmal darauf hin, dass Rolfshäger ihn auch außerhalb der Sprechstunde immer angerufen können. Außerdem gibt es an der ehemaligen Schule einen Briefkasten für schriftliche Anfragen.

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