weather-image
21°

Ergebnisse des CDU-Zukunftsseminars: "Eine Million mehr netto" / Druck aufs Gaspedal gefordert

Samtgemeinde-Fusion: Aus drei mach eine

Niedernwöhren (jcp). Bei der Jahresversammlung des CDU-Samtgemeindeverbandes Niedernwöhren hat der Vorsitzende Horst Peeck die Ergebnisse des "Zukunftsseminars" vorgestellt. Kern der Überlegungen ist die Zusammenlegung dreier Samtgemeinden.

veröffentlicht am 03.12.2008 um 00:00 Uhr

Niedernwöhrens CDU-Samtgemeindeverbands-Vorsitzender Horst Peeck

Bereits nach der Landtagswahl 2008 hatten CDU-Politiker aus der Samtgemeinde Niedernwöhren damit begonnen, sich in Nordsehl zu treffen. Zweck war laut Peeck die Besprechung zukünftiger Probleme speziell im Zusammenhang mit dem demografischen Wandel. Ein Wirtschaftsförderer, Tourismusbeauftragte, mehr Familien- und Seniorenfreundlichkeit standen auf dem gemeinsamen erarbeiteten Wunschzettel ganz oben. Das Problem: Welche der finanziell klammen Samtgemeinden könnte sich diese Dinge allein schon leisten? Am Ende der von CDU-Mann und Ex-Strategie-Berater Rolf Wöbbeking angestoßenen Überlegungen stand das Fazit, dass ein Zusammenschluss langfristig sowohl finanzielle als auch verwaltungspolitische Vorteile mit sich bringen würde. "Eine Samtgemeinde hat 8000 Einwohner, drei zusammen mehr als 20 000", erklärte Peeck - was mehr Geld vom Land bedeutete, nach Berechnungen während des Zukunftsseminars etwa eine Million Euro netto zusätzlich. Das Geld wiederum könnte dann in "Wirtschaftsförderer& Co." investiert werden. Den Bedenken, dass in der Wirtschaft solche Fusionen für gewöhnlich mit Stellenabbau einhergehen, entgegnete Peeck: "Ein Großteil der Leute in den Verwaltungen ist ohnehin über 60." Soziale Härten bei Nutzung der "Einsparpotenziale in den Ämtern" ließen sich somit über fällige Pensionsgänge regeln. Wichtig sei, dass es auch kurzfristig nicht beiÜberlegungen bleibt, sondern den Ideen Taten folgen. "Der demografische Wandel wird eine Neustrukturierung der kommunalen Verwaltung nötig machen", beschwor Peeck seine Parteifreunde. "Besser, wir entscheiden uns jetzt, als dass in fünf Jahren die Anordnung von oben kommt." Die CDU werde sich mit ihrenÜberlegungen auch an die SPD wenden, so Peeck. Sollte diese sich gegen die Pläne stellen, werde man die Ergebnisse des Zukunftsseminars den Bürgern präsentieren. "Und die müssen dann entscheiden, wer für die drängenden Probleme der Zukunft die Lösungen präsentiert", schloss Peeck. Allzu viel Zeit will man bei der CDU nicht mehr verlieren. Peeck: "Wenn es nicht bei Gerede bleiben soll, müssen wohl spätestens im Frühjahr die ersten Anträge geschrieben werden.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt
    X
    Herzlichen Glückwunsch, Ihr Adblocker funktioniert!

    Wir verstehen, dass Sie nicht hier sind, um Werbung zu sehen.
    Aber Werbe- und Aboeinnahmen sind wichtig für unsere journalistische Arbeit.


    Unterstützen Sie unseren Qualitäts-Journalismus, indem Sie Ihren Adblocker deaktivieren
    oder sich mit einem gültigem Digital-Abo anmelden.

    Sie haben ein Digital-Abo? Hier anmelden!

    Noch kein Digital-Abo?