weather-image
14°
Erdwärmeanlage für Bauhof

Samtgemeinde ganz auf der "grünen Seite"

Samtgemeinde Rodenberg (bab). Die Verwaltung der Samtgemeinde Rodenberg will ihre Immobilien schrittweise umweltfreundlicher gestalten und bei Sanierungen vermehrt auf Klimaschutz und Energieeinsparung achten. Beim neuen Baubetriebshof der im Gewerbegebiet Pohle entsteht, ist geplant, eine Erdwärmeheizung einzubauen.

veröffentlicht am 20.11.2007 um 00:00 Uhr

Der Baubetriebshof soll mit umweltschonender Energie geheizt wer

"Wir sind dabei,öffentliche Gebäude nach ihrem CO2-Ausstoß zu untersuchen", sagte Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann in der Sitzung des Ausschusses für Planungs-, Bau- und Umweltangelegenheiten. Auch dessen Stellvertreter Jörg Döpke, zuständig für Bauverwaltung, will bei der Beleuchtung auf sparsamereVarianten umstellen. Thematisiert wurde im Ausschuss die Energieversorgung für den künftigen Bauhof, die desolaten Fenster der Apelerner Turnhalle und die Beleuchtung in der Lauenauer Grundschule. Der Lauenauer Elektromeister Lars Ebeling, der als Spezialist für Erdwärmeanlagen gilt, stellte den Politikern die Funktionsweise von Erdwärmepumpen vor. "Das Prinzip funktioniert wie bei einem Kühlschrank, nur andersherum", veranschaulichte Ebeling. Die annähernd wartungsfreien Anlagen sparen Energiekosten und der Einbau amortisiere sich mittelfristig. Die Betriebskosten bezifferte Ebeling auf 3000 Euro im Jahr. Gasanlagen würden 5500 Euro kosten. Für den Einbau der Anlage müssen bis zu 90 Meter tiefe Löcher für die Tiefensonden in die Erde gebohrt werden. Die Kosten für die Bohrungen belaufen sich nach Ebelings Angaben auf rund 29 000 bis 36 000 Euro. "In sechs bis acht Jahren hat sich das im Vergleich zurÖl- oder Gasheizung amortisiert", schätzte auch Heilmann. Genaue Zahlen, nach denen Friedrich-Wilhelm Platte (CDU) aus Pohle und Wilhelm Hartmann (SPD) fragten, konnten allerdings nicht ermittelt werden, da dem Ausschuss keine Preise für die eigentliche Heizungsanlage vorlagen. "Wir sollten wissen, was die Anlage kostet", verlangte Heilmann. Die Entscheidung über den Einbau einer Erdwärmeanlage wurde deshalb in die nächste Sitzung verschoben. Die Anschaffung der Anlage ist jedoch wahrscheinlich, weil die Samtgemeinde auf den CO2-Ausstoß achten will. "Ich meine, dass wir angesichts der sich entwickelnden Energiekosten auf der grünen Seite sein sollten", meinte Ausschussvorsitzender Uwe Budde (SPD) unwidersprochen. Mehr Energie soll künftig auch in der Sporthalle Apelern gespart werden. Die Fenster sind undicht und müssen ersetzt werden. Die Verwaltung informierte jedoch auch über die Möglichkeit, die Wände hochzumauern und dort keine Fenster einzubauen. Vom Ausschuss wurde einstimmig empfohlen, 35 000 Euro für die Sanierung bereitzustellen. Auch neue Lampen in der Grundschule Lauenau sollen Stromkosten senken. Laut Döpke gebe es kaum noch Ersatzteile für die alte, teils defekte Beleuchtung. Bei Ersatz werden deshalb energiesparende Modelle besorgt.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare