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Grüne wollen Wesersalzgipfel der Umweltausschüsse

Salzwasser-Pipeline soll weiter geprüft werden

Weserbergland (r/fhm). Der Runde Tisch Werra-Weser geht in seine entscheidende Phase. Eine Arbeitsgruppe des Runden Tisches tagte am Donnerstag, um die möglichen Varianten für die Entsorgung der Salzabwässer vorzulegen. Die endgültige Entscheidung soll dann der Runde Tisch vornehmen. Die Empfehlung der Werra- oder Weser-Pipeline als etwaige beste Lösung hat die Arbeitsgruppe nicht vorgenommen. Der Runde Tisch soll sich zwischen fünf Varianten entscheiden.

veröffentlicht am 05.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 10:41 Uhr

Rund 200 Lkw-Ladungen Salzlauge landen täglich in der Weser.
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Zusätzlich hatte die K+S AG ihre endgültige Strategie in Sachen Salzabwässer vorgestellt. „Um die Strategie von K+S beurteilen zu können, müssen wir erst einmal unsere eigenen Empfehlungen abstimmen. Für die Arbeit an den Empfehlungen nutzen wir auch das Positionspapier eines Teils der Mitglieder des Runden Tisches“, so der Leiter des Runden Tisches, Professor Dr. Hans Brinckmann.

Zu diesem Zweck diskutierte die Arbeitsgruppe gestern fünf unterschiedliche Varianten („Szenarien“) für den Umgang mit dem Salzabwasser von K+S. Das Ergebnis: Bevor man sich für eine Pipeline als langfristige Lösung ausspricht, gibt es noch Prüfungsbedarf: Je weiter nach Norden, desto größer die Entlastung für die Gewässer. Aber desto größer ist auch der ökologische (und finanzielle) Aufwand für Bau und Betrieb einer Pipeline. „Demnächst stellen wir ein Ergebnis zur Abstimmung. Dann werden wir sehen, ob alle Mitglieder des Runden Tisches damit leben können. Für diese Diskussion brauchen wir alle Positionen. Bislang jedenfalls haben wir eine sehr hohe und auch sehr konstruktive Beteiligung der Mitglieder an der Arbeit des Runden Tisches“, so Professor Brinckmann.

Niedersachsen soll Farbe bekennen

Die Grünen aus Niedersachsen, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen haben in einer gemeinsamen Witzenhäuser Erklärung ein verstärktes Vorgehen gegen die Versalzung von Werra und Weser durch täglich einige tausend Tonnen Salzlauge durch das Unternehmen K + S AG gefordert. In der Erklärung kritisieren sie, dass sich der ökologische Zustand der Weser durch die zunehmende Versalzung des Süßwasserflusses ständig weiter verschlechtere. Jetzt werde durch eine von K+S geprüfte Pipeline an die Oberweser sogar eine weitere Zunahme der Salzbelastung in Niedersachsen befürchtet.

Nach intensiver Beratung mit Umweltverbänden, Anrainerkonferenz und Klagegemeinschaft fordern die Länder-Grünen in ihrer Witzenhäuser Erklärung, unverzüglich eine gemeinsame Sitzung der Umweltausschüsse der Anrainerländer einzuberufen. Meyer: „Hier muss auch Niedersachsen endlich Farbe bekennen, ob es wie angekündigt gegen den Salzvertrag und das tägliche Abkippen von 200 Lkw-Ladungen Salzlauge klagt oder nur dicke Backen macht.“ In einem von den Grünen initiierten Beschluss hatte sich der niedersächsische Landtag im Februar 2009 einstimmig gegen die fortdauernde Versalzung der Weser ausgesprochen und die Landesregierung aufgefordert, alle rechtlichen Möglichkeiten zu prüfen.



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