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Männergesangverein Wallensen besteht seit 125 Jahren

Sänger feiern Jubiläumsball

Wallensen. Vor 14 Jahren, beim 111-jährigen Jubiläum, war es noch eine Bauchtänzerin, die der Vorsitzende des Männergesangvereins Wallensen, Friedhelm Roloff, als Überraschung vorstellte. Diesmal, beim 125-jährigen Jubiläum, gab es vorwiegend für die männlichen Besucher des Jubiläumsballs noch mehr zu gucken. Denn die Showtanzgarde des Ockenser Carneval-Vereins kam in Dirndl gekleidet überraschend zu einem tänzerischen Gruß in den Ratskeller Wallensen. Neben den Männern waren auch die Frauen beim Jubiläumsball von der Darbietung sehr angetan.

veröffentlicht am 23.10.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 14.11.2016 um 17:16 Uhr

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Insgesamt 115 Gäste hatten sich im Saal des Wallenser Ratskellers eingefunden, als die Sangesbrüder den Ball mit dem Wallenser Heimatlied „Von waldigen Höh’n“ unter der Leitung des Dirigenten Uwe Klingeberg eröffneten. Mit viel Ironie verpackten die Sangesbrüder auch in ihre Darbietung, dass sie, wie fast alle Chorvereine, unter Nachwuchsmangel leiden. Mit dem Lied der „Alten Säcke“ nahmen das die Ballbesucher aber eher schmunzelnd zur Kenntnis.

Der Vorsitzende Friedhelm Roloff begrüßte die Anwesenden standesgemäß mit einem „Glück auf“, da der Verein lange durch den Bergbau in Wallensen und Thüste geprägt war. Als der Verein 1889 im Ratskeller gegründet wurde, hatte Wallensen nur 800 Einwohner und war noch kleiner als zum jetzigen Zeitpunkt. Erst in der Nachkriegszeit wuchs der Ort auf bis zu 2000 Einwohner an. 1889 war Wallensen in seiner jetzigen Form noch nicht vorhanden. Die Post wurde noch im Ratskeller angenommen und Wohngebiete wie Richtung Thüste oder die Bergmannssiedlung gab es noch nicht. „Damals haben unsere Vorgänger noch Lieder auf die Kirche und den Kaiser gesungen“, erklärte Roloff in seinen Ausführungen. Was die Sänger aber schon damals mit den heutigen gemeinsam hatten, war die starke Gemeinschaft.

Nicht nur beim Singen, auch beim Skat, Knobeln oder Stockschießen wird die Gemeinschaft seit Jahren gestärkt und erklärt so auch das tolle Klima unter den Sängern. Ehrende Worte und jeweils ein kleines Geschenk fand Roloff auch noch für Gerd Geicke, der seit 25 Jahren den Verein als stellvertretender Vorsitzender stärkt und für Heinz Billenkamp, der den Verein seit Jahren bei den Veranstaltungen tatkräftig unterstützt.

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Unter der Leitung von Uwe Klingeberg eröffneten die Jubiläumssänger den Ball im Ratskeller Wallensen. gök

Auch Ortsbürgermeister Karl-Heinz Grießner betonte, wie wichtig der Verein für das gesellschaftliche Leben im Ort ist und was er in den vergangenen Jahren alles geleistet hat. Er betonte in seinen Ausführungen, dass der demografische Wandel irgendwann alle Vereine erreichen werde und diese auf weitere Zusammenarbeit angewiesen seien. „Es geht nur miteinander. Wer nur an sich selber denkt, wird Probleme bekommen. Der Weg des MGV ist daher immer sehr vernünftig gewesen“, so Grießner. Fast alle Vereine des Ortes würdigten den MGV. Was Besonderes ließen sich Rosemarie Brostedt vom DRK und Eleonore Renner vom Frauenchor einfallen, die ihre Glückwünsche in Gedichtform überbrachten.

Nach dem offiziellen Teil mit dem anschließenden Essen spielte dann Alleinunterhalter Tobias Babst auf, der die Anwesenden bis tief in die Nacht zum Tanzen brachte. Zwischendurch überraschte noch ein Sangesquartett die Anwesenden. Robert Hornung, Günter Stichweh, Reinhart Stichweh und Reinhard Stichnothe vom MGV überzeugten als Tenöre mit hervorragend einstudierten Stücken wie „Es geht nicht mehr ohne Handy“, „Schön war die Zeit“ oder „Santo Domingo“.gök



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