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Sachspenden erleichtert - Umsatzsteuer entfällt vorübergehend

Viele Einzelhändler bleiben aktuell auf ihrer Saisonware sitzen, denn der Lockdown hält an und trübt vielerorts die Kauflaune. Die teils unverkäufliche Ware würden einige Unternehmer gern spenden. Doch das ist oft teurer, als sie zu vernichten. Nach breiter Kritik hat die Politik nun nach Angaben des Bundes der Steuerzahler reagiert. Der Fiskus verzichtet vorübergehend auf die Umsatzsteuer für gespendete Saisonware, so ein neuer Erlass vom 18. März. Demnach kann Saisonbekleidung, die aufgrund von Corona nicht verkauft werden kann, an gemeinnützige Organisationen gespendet werden, ohne dass darauf Umsatzsteuer anfällt. Zunächst gilt die sogenannte Billigkeitsregelung bis zum Jahresende und kann bereits für Spenden rückwirkend angewendet werden, die seit dem 1. März 2020 getätigt wurden. Bereits seit 2012 gilt eine solche Ausnahme auch für Lebensmittel, die das Mindesthaltbarkeitsdatum bald erreichen sowie für Frischwaren, wie Obst und Backwaren. Ebenfalls keine Umsatzsteuer müssen Händler zahlen, wenn sie Kosmetika, Drogerieartikel und Tierfutter, Medikamente oder Blumen an wohltätige Organisationen spenden, erklärt der Bund der Steuerzahler. Wird hingegen ein Gegenstand lediglich weit unter dem ursprünglichen Einkaufswert verkauft, stellt dies keine umsatzsteuerfreie Sachspende dar, stellt der Bund der Steuerzahler abschließend klar.

veröffentlicht am 12.04.2021 um 11:37 Uhr



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