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Winterfahrverbot bleibt - Konflikt auch

Sache ist entschieden

Steinhuder Meer (op). Die neue Steinhuder-Meer-Verordnung tritt am 1. April in Kraft. Die entscheidende Aussage: Das umstrittene Winterfahrverbot auf dem größten deutschen Flachsee (wir berichteten) bleibt bestehen - der Konflikt zwischen Tourismus und Naturschutz auch.

veröffentlicht am 10.03.2007 um 00:00 Uhr

Gerade habe sie aus den Ministerien erfahren, dass dort der neu gefassten Verordnung zur Regelung des Gemeingebrauchs am Dümmer und Steinhuder Meer (DStMVO) zugestimmt worden sei, sagte am Donnerstag auf Anfrage Cornelia Scupin vom Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz. Die Landesbehörde hat den Entwurf ausgearbeitet, der die Steinhuder-Meer-Verordnung von 1995 ablöst. Im Vorfeld der neuen Verordnung haben sich die Beteiligten streckenweise heftig gestritten. Segler hätten gern die eine oder andere Lockerung in der Vorschrift, die Tourismusexperten am liebsten eine generelle Aufhebung des seit zwölf Jahren festgeschriebenen Winterfahrverbots zwischen dem 1. November und 31. März sowie ein großzügigere Regelung beim Nachtfahrverbot. Die Naturschützer hingegen wehren alle Versuche ab, die den Schutz von Fauna und Flora beeinträchtigen könnten. Zwar räumt Willi Rehbock, Geschäftsführer der Steinhuder-Meer-Tourismus-GmbH, strukturelle Defizite in Steinhude ein, doch sei "jedem ersichtlich, dass das Winterfahrverbot dem Tourismus nicht förderlich" sei. Unter Naturschützern wird angezweifelt, dass wegen des Winterfahrverbots dem Tourismus einMillionengeschäft entgeht.



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